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Forschung und Entwicklung
Zukunft made in Bayern
Bayern richtet den Blick in die Zukunft. Bei Forschung und Entwicklung ganz vorne mit dabei zu sein, ist die Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg und hohen Lebensstandard im 21. Jahrhundert. Deshalb hat in Bayern der Bereich Wissenschaft und Forschung oberste Priorität.
Bayern ist einer der forschungsintensivsten Standorte der Welt. Bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung liegt Bayern national wie international im Spitzenbereich. Dies bestätigen auch die aktuellen Beschäftigtenzahlen in der Branche der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Mit mehr als 380.000 Beschäftigten im Jahr 2009 belegt Bayern europaweit den ersten Platz.
Über 3,5 Milliarden Euro investiert der Freistaat jährlich in Wissenschaft und Forschung. Und diese Investitionen zeigen Wirkung. Jedes vierte Patent, das in Deutschland angemeldet wird, stammt aus Bayern. Insgesamt rund 100.000 Menschen arbeiten als Forscher und Wissenschaftler in Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Unternehmen in Bayern. Damit auch weiterhin die Zukunft in Bayern stattfindet.
Die Forschungslandschaft in Bayern ist äußerst breit gefächert. So bieten die gut ausgestatteten Hochschulen und hochspezialisierten Forschungszentren Wissenschaftlern optimale Forschungsbedingungen. Die 12 Max-Planck-Institute in Bayern liefern wertvolle Erkenntnisse über Biochemie und Plasmaphysik bis zur Neurobiologie. Zu weiteren wertvollen Forschungszentren zählen auch die 18 bayerischen Fraunhofer-Institute und -Einrichtungen, 3 Großforschungseinrichtungen (Helmholtz-Zentren) und 5 Institute der Leibniz-Gemeinschaft.
Beleg für die Exzellenz der bayerischen Hochschulen auch im internationalen Vergleich sind die bayerischen Nobelpreisträger:
Physik
- Wilhelm Conrad Röntgen (Universität Würzburg) 1901
- Wilhelm Wien (Universität Würzburg) 1911
- Rudolf Ludwig Mößbauer (TU München) 1961
- Theodor W. Hänsch (LMU München) 2005
Chemie
- Johann F. W. A. von Baeyer (Universität München) 1905
- Richard Martin Willstädter (Universität München) 1915
- Heinrich Otto Wieland (Universität München) 1930
- Hans Fischer (damals: TH München) 1931
- Ernst Otto Fischer (TU München) 1973
- Robert Huber (Max-Planck-Institut für Biochemie) 1988
Physiologie/Medizin
- Feodor Lynen (MPI für Zellchemie, München) 1964
- Karl von Frisch (Universität München) 1973
- Konrad Lorenz (MPI für Verhaltenspsychologie) 1973
Auswahlkriterium: Der Preis wurde aufgrund oder während einer Forschungstätigkeit an einer bayerischen Institution zuerkannt.
Cluster-Offensive Bayern
Die Cluster-Offensive Bayern soll die erfolgreiche Politik zur Stärkung des Wirtschafts- und Forschungsstandortes Bayern fortsetzen. Sie zielt auf den Ausbau und die Stärkung landesweiter Netzwerke zwischen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen ab. Aber auch Dienstleister und Geldgeber in insgesamt 19 Schlüsselbranchen und Technologiefeldern sollen künftig besser vernetzt werden. Profitabel ist dieser direkte Draht zu den Forschungszentren vor allem für wissensintensive Branchen aus dem Hightech-Bereich. Denn nur so können sie ihr gemeinsames Know-how, ihre Kompetenzen und Ressourcen auch nutzen.
Die Ziele der Cluster-Offensive lassen sich wie folgt zusammenfassen:
• Die Forschungsergebnisse aus der Wissenschaft werden noch schneller in Produkte und Verfahren in den Unternehmen umgesetzt.
• Die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und ihren Zulieferern in Bayern wird entlang der Wertschöpfungskette intensiviert.
• Die Bindung von High-Tech-Unternehmen an den Standort Bayern wird erhöht.
Ein gutes Beispiel hierfür stellt der Medizin-Pharma-Cluster in Erlangen dar. Über 250 Firmen aus den Bereichen Medizintechnik und Pharmazie haben sich hier im europäischen "Medical Valley" nahe renommierter Forschungseinrichtungen angesiedelt.
Die Cluster-Offensive Bayern wird ergänzt durch das Regionalmanagement Bayern und damit durch die Unterstützung regionaler Unternehmen. Die Bayerische Staatsregierung hat es sich hier zum Ziel gesetzt, die vorhandenen endogenen Entwicklungspotentiale der einzelnen Regionen über die Branchengrenzen hinweg zu unterstützen und zu stärken.
Mehr als 100 hochinnovative Kooperationsprojekte zwischen Wirtschaft und Forschung wurden seit Beginn des Forschungs- und Entwicklungsprogramms Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) vor fast zehn Jahren unterstützt. Damit konnten über 180 Hochtechnologie-Unternehmen in Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungsinstituten innovative Produkte entwickeln und somit ihre Position auf dem internationalen Markt stärken.
Mit dieser Förderinitiative werden jedoch nicht nur Unternehmen unterstützt sondern auch hoch qualifizierte Arbeitsplätze gesichert oder gar neue geschaffen. Binnen der letzten Jahre waren dies weit über 2.000 Stellen. Knapp die Hälfte der gesamten Fördermittel wurde in Hochtechnologie-Arbeitsplätze im ländlichen Raum investiert. „Innovatives Potential ist in Bayern flächendeckend vorhanden. Unsere Aufgabe ist es, dieses zu fordern und zu fördern", meint Wirtschaftsminister Zeil. Daher stellt das Bayerische Wirtschaftsministerium seit Jahren rund 47 Millionen Euro für Investitionen in die innovative Informations- und Kommunikationstechnologien bereit.
Laut Wirtschaftsminister Zeil ist „eine erfolgreiche wirtschaftliche Zukunft Bayerns ohne leistungsfähige Informations- und Kommunikationstechnologien undenkbar." Schließlich gehört die Informations- und Kommunikationstechnologie zu den sogenannten Querschnittstechnologien. Branchenübergreifend hat sie einen hohen Stellenwert in Bereichen der Computerhardware, der Software, der Datenkommunikationssysteme und Netzwerke, aber auch in Bereichen des alltäglichen Lebens, begonnen von der Flugtechnik, über die Computertomographie bis hin zu elektrischen Gebrauchsgeräten.
Der Bayerntag auf der CeBIT 2010 in Hannover
Dass es Bayern selbst in Zeiten der Wirtschaftskrise keineswegs an Kreativität, Ideen und innovativen Technologien fehlt, zeigen die Aussteller auf der CeBIT 2010 in Hannover. Insbesondere die Branche Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) kann auf stabile Zuwachszahlen verweisen. Neue Chancen zur Erschließung neuer Märkte bestehen zudem durch das immer stärke Zusammenwachsen und Ineinandergreifen von Informationstechnik, Unterhaltungselektronik und Medienwirtschaft. Ein besonders „gelungenes Beispiel für aktive Netzwerkbildung" stellt für Wirtschaftsminister Zeil die Zusammenarbeit von Bayern Innovativ und Invest in Bavaria dar.
Inländische Patentanmeldungen 2009
| Bayern | 12.641 |
| Baden-Württemberg | 15.532 |
| Deutschland | 47.859 |

