Forschung und Entwicklung

Universitäten und Hochschulen

Hörsaal mit Studierenden
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Die bayerische Hochschullandschaft hält für Studierende und angehende Studierende ein vielfältiges Angebot an Studiengängen aller Fachrichtungen bereit. Die 9 staatlichen Universitäten und 17 staatlichen Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern versammeln das gesamte Spektrum einer modernen Hochschulausbildung, von den Human- und Geisteswissenschaften über die Wirtschafts- und Naturwissenschaften bis zu technischen Fachbereichen wie Informatik, Ingenieurswesen und Maschinenbau.

Neben den Universitäten und staatlichen Fachhochschulen gibt es in Bayern sechs staatliche Kunsthochschulen und die Virtuelle Hochschule Bayern.

Des Weiteren gibt es eine Reihe nichtstaatlicher Hochschulen in kommunaler, kirchlicher oder privater Trägerschaft. Im bundesweiten Vergleich belegt Bayern nach Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen den dritten Platz, was die Anzahl der Hochschulen insgesamt anbelangt. Insgesamt gibt es bayernweit 48 Hochschulen, davon 11 Universitäten, 25 Fachhochschulen, acht Kunsthochschulen und drei Theologische Hochschulen.

 

Schaffung neuer Studienplätze

Auch die aktuelle Zahl der Studierenden spricht für Bayern als Studienland. Aktuell sind über 272.000 junge Menschen an bayerischen Hochschulen immatrikuliert. Damit belegt Bayern nach Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg den dritten Platz deutschlandweit. Ausländische Studentinnen und Studenten stellen inzwischen einen Anteil von rund zehn Prozent aller Studierenden in Bayern.

In Zukunft wird der Bedarf an hochqualifizierten Hochschulabsolventen noch größer werden. Daher schafft die Bayerische Staatsregierung bis zum Jahr 2011 38.000 zusätzliche Studienplätze, um dem Mehrbedarf an Fachkräften nachzukommen. Dafür werden an den Hochschulen 3.000 neue Stellen geschaffen. Schließlich steht in Bayern die Qualität des Studiums an erster Stelle. Besonders wichtig sind dabei eine praxisnahe Ausbildung, die interdisziplinäre Zusammenarbeit und ein hohes Niveau in den Gebieten Forschung und Lehre. All diese Faktoren tragen dazu bei, dass die bayerischen Hochschulen regelmäßig in die Spitzengruppe der Hochschulrankings gelangen.

 

Studenten unterschiedlicher Nationalität
Studenten unterschiedlicher Nationalität

Internationale Abschlüsse

Die neu eingeführten internationalen Abschlüsse Bachelor und Master garantieren den Studierenden verbesserte berufliche Chancen sowohl im In- als auch im Ausland. Mit Hilfe einer Evaluation sollen diese Studienabschlüsse optimiert werden und letztlich zu einer besseren Betreuung der Studierenden führen.

 

Neues Hochschulrecht

Wissenschaft braucht ihre Freiheiten. Das bayerische Hochschulrecht gibt den Hochschulen in Bayern ein deutliches Plus an Autonomie und Gestaltungsfreiheit. Der Staat zieht sich aus der Detailsteuerung zurück und beschränkt sich auf wenige Vorgaben. Im Übrigen sind die Hochschulen für ihre interne Organisation selbst verantwortlich. Auch ihre Professorinnen und Professoren können sie selbst berufen. Dieses Mehr an Flexibilität ermöglicht es Bayerns Hochschulen, sich ganz auf ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte auszurichten und den Studierenden somit die besten beruflichen Qualifikationen zu bieten.

 

Hochschulforschung

Im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern konnten die bayerischen Universitäten ihre herausragende Stellung unter Beweis stellen: 19% der gesamten Fördermittel von 1,9 Milliarden Euro gehen nach Bayern. Davon finanziert Bayern als Landesteil 90 Mio. Euro. Gefördert werden die Zukunftskonzepte der zwei sog. Elite-Universitäten - die Ludwig-Maximilians-Universität München und die Technische Universität München - sowie sechs Exzellenzcluster und fünf Graduiertenschulen.

 

Studium und Ausbildung in Einem
Studium mit Ausbildung

Initiative Hochschule dual

Duale Studienangebote verbinden ein Studium an einer Fachhochschule und die Ausbildung in einem Unternehmen. Inzwischen gibt es über 200 duale Studienangebote, die von den 17 bayerischen Fachhochschulen in Kooperation mit rund 500 Unternehmen angeboten werden. Derzeit sind mehr als 2.500 Studierende in duale Studiengänge eingeschrieben. Die Tendenz lautet auch hier: steigend!

Profitabel ist diese Form der Ausbildung jedoch nicht nur für die Studierenden, die zum Einen eine qualitativ hochwertige Ausbildung an einer Hochschule erfahren und zum Zweiten ihr theoretisches Wissen in einem betrieblichen Unternehmen in die Praxis umsetzen können. Auch die Unternehmen selbst ziehen daraus ihren Nutzen. So bauen die Absolventen von Anfang an eine starke Bindung zum Betrieb auf. Außerdem ist ihr Praxis-Know-how aus dem dualen Studium genau auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten.

Das duale Studium stellt eine qualitativ besonders hochwertige und anspruchsvolle Ausbildung dar. Zur Zielgruppe gehören deshalb ausschließlich leistungsmotivierte und zielorientierte Absolventen mit Hochschul- bzw. Fachhochschulreife.

 

Ziele und Maßnahmen aus der Koalitionsvereinbarung in Kürze:

  • Schaffung von 38.000 zusätzlichen Studienplätzen
  • Einrichtung von 3.000 zusätzlichen Stellen für Professoren und Hochschulpersonal
  • Stärkung der Eigenverantwortlichkeit und Autonomie der Hochschulen hinsichtlich der Berufung von Hochschullehrern
  • Evaluation der neu eingeführten Bachelor- und Masterstudiengänge
  • Stärkung der Studierenden bei der Entscheidung über die Verwendung der Studienbeiträge
  • Auf- und Ausbau des Studienstipendiums
  • Wettbewerbsfähige Besoldung der Professoren
  • Neue Programme zur speziellen Förderung von Nachwuchswissenschaftlern und zur Rückgewinnung von Spitzenwissenschaftlern aus dem Ausland
  • Reduktion der Zahl der Studienabbrecher
  • Steigerung der Attraktivität der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik)
  • Modernisierung der Hochschulen mit 4 Milliarden Euro in den nächsten 10 Jahren
  • Stärkung der angewandten Forschung an den Fachhochschulen
  • Ausbau der internationalen Zusammenarbeit zwischen bayerischen und ausländischen Hochschulen