Forschung und Entwicklung

Hochschulausbau

In Bayern wird die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger voraussichtlich stetig steigen und in den Jahren 2011 und 2012 aufgrund des doppelten Abiturjahrgangs 2011 um etwa 30 bis 40 Prozent über dem derzeitigen Stand liegen.

Dazu hat Bayern ein landesweites Ausbauprogramm beschlossen. 38.000 zusätzliche Studienplätze werden bis 2011 geschaffen. Den Hochschulen werden 3.000 zusätzliche Stellen zur Verfügung gestellt. Die Umsetzung des Programms ist in vollem Gange.

Der Abiturtermin des letzten G9-Jahrgangs und der Beginn des Sommersemesters 2011 wurden so aufeinander abgestimmt, dass ein Studienbeginn in nicht zulassungsbeschränkten Studiengängen bereits im Sommersemester 2011 möglich ist. Die Hochschulen streben dies für über 120 Studiengänge an. In Studiengängen mit Zulassungsbeschränkungen wird es Überbrückungsangebote geben, wie Propädeutika, Sprachkurse, studienvorbereitende Blockseminare bis hin zu Brückenkursen. Teilnehmer an Überbrückungsangeboten können nach einer Änderung des Hochschulgesetzes eingeschrieben werden, wobei sich die Regelstudienzeit um ein Semester verlängert - auch um mögliche Nachteile beim Bezug von BAfÖG-Leistungen zu vermeiden.

Der räumliche Ausbau ergänzt den personellen Ausbau. Zusätzliche Flächen in einer Größenordnung von rund 130.000 qm werden bereitgestellt; die Baumaßnahmen haben ein Volumen von ca. 355 Millionen Euro. Auch Verpflegungseinrichtungen und das Wohnheimangebot werden den steigenden Studierendenzahlen angepasst.

Im Rahmen des Bündnis "Studieren in Bayern" zwischen Politik, Wirtschaft, Kommunen, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen werden beispielsweise zusätzliche Praktikumsplätze geschaffen und Kinderbetreuungseinrichtungen ausgeweitet.