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Pressemitteilung
Zentrum für Altersmedizin Bamberg - Sozialstaatssekretärin Huml: Steigende Lebenserwartung von Menschen erfordert adäquate medizinische Versorgung - 2050 werden 12 Prozent der Bevölkerung über 80 Jahre alt sein
Zentrum für Altersmedizin Bamberg
Sozialstaatssekretärin Huml: Steigende Lebenserwartung von Menschen erfordert adäquate medizinische Versorgung - 2050 werden 12 Prozent der Bevölkerung über 80 Jahre alt sein
"Gerade hochaltrige Menschen haben ein hohes Risiko, an mehreren behandlungsbedürftigen - meist chronischen - Erkrankungen gleichzeitig zu leiden. Angesichts der demographischen Entwicklung und der weiterhin steigenden Lebenserwartung muss eine adäquate medizinische Versorgung der älteren Bevölkerung gesichert sein. Hierfür wurden in Bamberg die Weichen gestellt: Durch die Bündelung der Bereiche Innere Medizin und Gerontopsychiatrie unter einem Dach - und umgeben von Senioreneinrichtungen - wurde hier ein qualifizierter Schwerpunkt für Altersmedizin geschaffen", betonte Bayerns Sozialstaatssekretärin Melanie Huml heute bei einem Besuch des Zentrums für Altersmedizin im Klinikum am Michelsberg der Sozialstiftung Bamberg.
"Die Lebenserwartung der Frauen in Deutschland liegt heute bei 81 Jahren, diejenige der Männer bei 75 Jahren. Tendenz weiter steigend. Die am Stärksten wachsende Bevölkerungsgruppe wird die Gruppe der Hochaltrigen, der über 80-Jährigen, sein. Heute stellen die Hochaltrigen etwa 4 Prozent der Bevölkerung, im Jahr 2050 werden es bereits 12 Prozent sein", erläuterte die Staatssekretärin. Diese demographische Entwicklung spiegelt sich ihren Worten zufolge auch in der geriatrischen Versorgung wider: "Die Zahl der behandelten Reha-Fälle ist in Bayern von 28.645 im Jahr 2001 auf 34.552 im Jahr 2006 gestiegen. Mit 67 stationären Rehabilitationseinrichtungen und insgesamt 2.828 Betten verfügen wir über ein Netz an wohnortnahen geriatrischen Rehabilitationseinrichtungen. Daneben verfügen wir über neun ambulante geriatrische Rehabilitationseinrichtungen, sowie über vier akutgeriatrische Schwerpunkte an Krankenhäusern. Eines davon ist das Zentrum für Altersmedizin in Bamberg."
Huml benannte die Qualitätssicherung und den Ausbau des ambulanten Bereichs als "Zukunftsschwerpunkte" bei der Weiterentwicklung des Geriatriekonzepts zu einem abgestuften und vernetzten System: "Ziel der geriatrischen Versorgung ist es, die älteren Menschen in größtmöglicher Selbständigkeit wieder in ihr gewohntes Umfeld zu entlassen. Hier erzielen wir hohe Erfolge: 94 Prozent der Patienten, die in eine Privatwohnung entlassen wurden, wohnen auch ein halbes Jahr nach der Entlassung noch dort. Dabei kommt den familiären Hilfen eine zentrale Bedeutung zu: Rund 80 Prozent der Hilfebedürftigen werden regelmäßig, mindestens einmal am Tag durch Familienmitglieder unterstützt."