Pressemitteilung

27.04.08

Huber: Ein Hauch von Mongolei weht über Mainfrankens Steppenheide - über 100 Rote-Liste-Arten

+++ Ein Hauch von Mongolei weht über die mainfränkischen Steppenheiden. Mit diesen Worten eröffnete Bayerns Umweltstaatssekretär Marcel Huber heute an der Burgruine Homburg die unterfränkische Biodiversitätskampagne. Huber: 'Das Naturschutzgebiet Ruine Homburg ist ein botanisches Kleinod. Dort gedeihen weit über hundert Rote Liste-Arten, darunter sogar Steppen- und Mittelmeer-Pflanzen aus der Eiszeit vor 20.000 Jahren. Solch ein alter Trockenrasen weist 100 bis 200 Pflanzenarten auf, darunter auch die streng geschützte Küchenschelle.' Die Mainfränkischen Trockenrasen sind weltweit einmalig und gehören zu den außergewöhnlichsten Biotopen in Deutschland. Nach den Worten des Staatssekretärs ist es den Anstrengungen der Naturschutzbehörden und der ehrenamtlichen Naturschützer zu verdanken, dass das Gebiet seine Einzigartigkeit bewahrt hat und weiterhin bewahren wird. +++

Wegen dem besonderen Gestein (Muschelkalk) und den geringen Niederschlägen zählt das Areal zu den wenigen Gebieten Deutschlands mit natürlichem Trockenrasen, der nie von Büschen überwuchert wurde. So konnten sich weltweit einmalige Pflanzenarten und Pflanzengesellschaften entwickeln, wie z.B. Faserschirm-Erdseggen-Trockenrasen. Die Heide heizt sich auf bis zu 50 Grad auf. Um der Trockenheit zu entgehen, haben die Pflanzen der Steppenheide entweder eine sehr frühe oder sehr späte Blüte. Wassermangel stellt das Hauptproblem dar. Die Pflanzen sind erfinderisch, um dem Verdursten zu entgehen - mit Wachsüberzug, filziger Behaarung, niedrigem Wuchs oder weitreichendem Wurzelsystem.

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