Pressemitteilung

03.04.08

Kongress "Fitte Kinder" in Augsburg - Familienstaatssekretärin Huml: Bewegung und Sport sind verbindliches Ziel im Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan - 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen haben Übergewicht

Kongress "Fitte Kinder" in Augsburg

Familienstaatssekretärin Huml: Bewegung und Sport sind verbindliches Ziel im Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan - 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen haben Übergewicht

"Bewegung ist das A und O für ein gesundes Aufwachsen von Kindern. Kinder, die sich bewegen, fühlen sich wohl, sind motorisch geschickter, haben Selbstvertrauen und bleiben gesund. Aktive Kinder haben mehr Kontakte zur Außenwelt und Gleichaltrigen, lernen ihre Fähigkeiten kennen und können ihre Stärken und Schwächen erfahren. Bewegung und Sport sind wichtig für die Entwicklung, die Konzentration und die Lernfähigkeit. Der Erwerb von Wissen über eine gesunde Lebensweise, gesundheitsbewusstes Verhalten sowie Sport und Bewegung ist ein verbindliches Ziel des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans", erklärte Bayerns Familienstaatssekretärin Melanie Huml beim Kongress "Fitte Kinder" in Augsburg. Der Bayerische Turnverband e.V. führt diesen Kongress bereits zum dritten Mal gemeinsam mit der Bayerischen Turnerjugend und dem Institut für Sportwissenschaft der Universität Augsburg durch.

Kindertageseinrichtungen und Sportvereine arbeiten in Bayern seit vielen Jahren erfolgreich zusammen. Seit 1996 werde diese Zusammenarbeit auch finanziell von der Bayerischen Sportjugend unterstützt. "Mit dem Projekt 'Tiger Kids' wird die Ernährungserziehung und Bewegungsförderung im Kindergarten gefördert. Das in Bayern entwickelte und durch eine Anschubfinanzierung unterstützte Projekt wird nun von der Stiftung Kindergesundheit und dem AOK-Bundesverband bundesweit ausgedehnt", betonte Huml.

Bewegungsmangel und falsche Ernährung haben nach den Worten der Staatssekretärin dazu geführt, dass fast 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen bereits von Übergewicht und Folgeerkrankungen betroffen sind. Huml: "Kinder brauchen mehr Platz für natürliche und spontane Aktivitäten. Gemeinsame Bewegungsspiele mit Eltern, Geschwistern und Freunden sollten wieder selbstverständlicher sein. Aber auch ein verantwortungsbewusster Umgang mit Medien, weniger Fernsehen und Computerspiele ist hier wichtiger. Bei aller Aufgeschlossenheit für neue Medien und deren Bedeutung: in Kinderzimmern und als Freizeitvertreib für Kinder sind sie für die ersten Lebensjahre fehl am Platz."

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