Pressemitteilung

26.09.08

Bernhard: Mit dem Herbst beginnt Karpfensaison - Heimischer Fisch gesund, frisch und nachhaltig

+++ Jetzt im Herbst, wenn in den Monatsnamen wieder ein 'r' vorkommt, beginnt die traditionelle Karpfensaison - die Gelegenheit, gesunde, frische und nachhaltig erzeugte Produkte aus der Region einzukaufen. Dies betonte Umwelt- und Gesundheitsminister Otmar Bernhard heute auf dem Zentral-Landwirtschaftsfest zum Thementag 'Einkaufen regional = gute Wahl' in München. Bernhard: 'Rund 75 der 200 wirtschaftlich wichtigsten Fischarten sind von der Überfischung bedroht. Dennoch muss niemand auf Fisch verzichten, sondern beim Einkaufen einfach auf das blaue MSC-Siegel für verantwortungsvollen Hochsee-Fischfang oder auf heimische Produkte achten. Aus Nachhaltigkeitsgründen besonders zu empfehlen sind natürlich Fische aus heimischen Gewässern.' Denn bayerische Fische wie z.B. Karpfen sind qualitativ hochwertig, werden naturnah in Teichen gehalten und kommen auf kurzem Weg frisch zum Verbraucher. 'Frankens Teichwirte liefern nicht nur fangfrischen Fisch, ihre Himmelsteiche bieten bedrohten Tieren und Pflanzen ein neues Zuhause und prägen seit Jahrhunderten eine typisch fränkische Kulturlandschaft', so Bernhard. +++

Die Hälfte aller deutschen Speisekarpfen stammt aus bayerischen Teichen. Allein im mittelfränkischen Aischgrund gibt es rund 4.000 Teiche; fast alle im Besitz kleiner Familienbetriebe. Sie erzeugen rund jeden fünften deutschen Karpfen, und das in der traditionellen Form der vom Niederschlag gespeisten Himmelsteiche sowie mit größtenteils naturnahen Fischdichten. Die Teichketten sind nach den Worten Bernhards auch ein wichtiger Beitrag zur Biodiversität. Sie sind Refugien sensibler Arten wie Libellen, Amphibien und Reptilien. Deshalb hat das Umweltministerium im Rahmen des Vertragsnaturschutzes im vergangenen Jahr bayernweit für ca. 830 Hektar ökologisch wertvolle Teichflächen rund 370.000 Euro zur Verfügung gestellt.

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