Pressemitteilung

24.04.08

Einsatz von Tasern

Mit Elektroimpulsgeräten, so genannten "Tasern", haben Spezialeinsatzkommandos der Bayerischen Polizei gefährliche Gewalttaten, Selbstmorde oder auch den Gebrauch von Schußwaffen verhindern können. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann sagte anlässlich der Beratungen über den Gesetzentwurf der Grünen im Bayerischen Landtag zur Änderung des Polizeiaufgabengesetzes: "Der Einsatz von Elektroimpulsgeräten hat sich bisher bewährt. Die wenigen Anwendungsfälle belegen außerdem, dass mit dem neuen Einsatzmittel verantwortungsbewusst umgegangen wird."Die Spezialeinheiten der Bayerischen Polizei haben die Geräte vom Typ Taser X26 bisher in acht Einsätzen im Rahmen eines Probebetriebs seit Anfang 2006 verwendet. Herrmann: "In sechs Fällen brachte der Taser-Einsatz den gewünschten Erfolg. In zwei Fällen hat der Taser zum Beispiel wegen der Bekleidung des Täters keine Wirkung gezeigt." Bei den bisherigen Tasereinsätzen sei es in keinem Fall zu nennenswerten Verletzungen gekommen. In einem Fall konnte der Gebrauch einer Schusswaffe verhindert werden, als ein Mann die Polizeibeamten mit einer Axt angegriffen hatte. In allen Fällen war bei den Tätern eine Waffe zumindest griffbereit. "Der seit eineinhalb Jahren laufende Probebetrieb des Tasers hat uns gezeigt, dass diese Elektroimpulsgeräte ein geeignetes Mittel sind, um den Gebrauch einer Schusswaffe zu verhindern oder auch einen Selbstmord zu vereiteln."

Man nehme die Berichte und Hinweise aus anderen Ländern, die auf mögliche Gefahren beim Einsatz von Tasern hinweisen, sehr ernst, so der bayerische Innenminister. Die Ausstattung mit Tasern bleibt deshalb auf besonders ausgebildete Beamte der Spezialeinheiten beschränkt." Insgesamt haben die Spezialeinsatzkommandos Süd- und Nordbayern zehn Elektroimpulsgeräte in Gebrauch.

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