Pressemitteilung

24.04.08

Miller fordert Rückkehr zu solider Preispolitik

24. April 2008, München — Empört zeigt sich Bayerns Landwirtschaftsminister Josef Miller über die drastischen Preissenkungen bei Milch und Milchprodukten im Lebensmitteleinzelhandel. Miller: „Wer hochwertige und heimische Lebensmittel zu Schleuderpreisen anbietet, gefährdet die Existenz unserer Bauern, die von ihren Produkten leben müssen.“ Hier werde eine Marktmacht ausgespielt, die nur vordergründig den Verbrauchern zugute kommt. Miller: „Wenn unsere Landwirte die Milcherzeugung einstellen müssen, zahlen wir alle die Rechnung.“

Auch wenn die Milchmenge nicht mehr so knapp ist wie im vergangenen Jahr, seien Preiseinbrüche von 16 bis 18 Prozent nicht nachvollziehbar und nicht gerechtfertigt, erklärte der Minister. Wenn große Handelsketten nahezu gleichzeitig und in gleichem Ausmaß die Preise für Milchprodukte senken, dann richte sich dies gegen Milcherzeuger und Molkereien. Um weiterhin hochwertige Milch und Milchprodukte herstellen zu können, brauchen die Erzeugerbetriebe laut Miller einen Milchpreis, der nicht nur die gestiegenen Produktionskosten deckt, sondern auch die notwendigen Investitionen in moderne Haltungsformen und Produktionstechnik sowie eine angemessene Lebenshaltung ermöglicht. Eine faire Preisgestaltung ist seinen Worten zufolge Grundvoraussetzung für die Erhaltung einer flächendeckenden Milchwirtschaft in Bayern und die Stabilität des ländlichen Raums.

Die großen Handelsketten forderte der Minister auf, schnellstmöglich wieder zu einer soliden Preispolitik zurückzukehren, die auch den produzierenden Landwirten das Überleben ermöglicht.

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