Pressemitteilung

24.04.08

Huber: Schwarzes Meer braucht Schutz - Bayern unterstützt internationale Donau-Kommission, um Nährstoffeinträge zu verringern

+++ Das Schwarze Meer braucht Schutz, denn es ist das Sammelbecken aller überschüssiger Nährstoffe aus der Donau; Bayern unterstützt daher die Anstrengungen der internationalen Donaukommission, mit allen Anrainerstaaten Reduktionsstrategien zu erarbeiten. Dies betonte Bayerns Umweltstaatssekretär Marcel Huber heute in München bei der Experten-Tagung der Internationalen Donaukommission. Huber: 'Die EU-Wasserrahmenrichtlinie verlangt ein durchgängiges Fluss-Management von der Quelle bis zur Mündung - über alle Verwaltungs- und Staatsgrenzen hinweg. Die Donau ist, was die chemischen und physikalischen Parameter angeht, schon deutlich verbessert. Jetzt geht es besonders darum, die anorganischen Nährstofffrachten, wie Phosphor und Stickstoffverbindungen, zu verringern. Denn sonst droht dem Schwarzen Meer die Eutrophierung.' Bayern stehe als einer der High-Tech-Oberlieger in Sachen Gewässerschutz oder Kläranlagentechnik hier in der Verantwortung. 'Die Donau ist der Fluss mit der weltweit komplexesten politischen Struktur mit 18 Staaten im Einzugsgebiet. Hier sind Nicht-EU-Staaten, EU-Staaten und EU-Beitrittskandidaten vertreten. Wir sehen unseren Beitrag zum Schutz der Donau auch als Beitrag zur politischen Stabilität der gesamten Donauregion', so Huber. +++

Die Internationale Donaukommission bereitet derzeit die Donauweite Abstimmung zur Bewirtschaftungsplanung nach Wasserrahmenrichtlinie von Baden-Württemberg bis zum Schwarzen Meer vor. Im Expertengremien sind 45 Wasser-Experten aus allen Donaustaaten vertreten, 2 davon aus Bayern. Bayern unterstützt die Untersuchungen und Abschätzungen der Kommission zur Berechnung der Nährstoffeinträge im Donauraum. Ausgehend von den konkreten Monitoring-Daten müssen dann dem Staatssekretär zufolge Überlegungen angestellt werden, mit welchen Maßnahmen die Ziele der Reduzierung der überschüssigen Nährstoffe angestrebt werden können. Dazu wird das Modell MONERIS entwickelt und verwendet.

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