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Pressemitteilung
Versorgung von Menschen mit Demenzerkrankung - Sozialministerin Stewens: 90 Fachstellen entlasten Angehörige - Ambulant betreute Wohngemeinschaften sind wichtige Versorgungsbausteine - Neue Betreuungskonzepte auch im stationären Bereich ...
Versorgung von Menschen mit Demenzerkrankung
Sozialministerin Stewens: 90 Fachstellen entlasten Angehörige - Ambulant betreute Wohngemeinschaften sind wichtige Versorgungsbausteine - Neue Betreuungskonzepte auch im stationären Bereich erforderlich
"Die Versorgung von Menschen mit Demenzerkrankung ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Die Krankheit trifft durch ihre Eigenart und ihren Verlauf auch das Umfeld des Patienten empfindlich - dies sind vor allem die pflegenden und betreuenden Angehörigen. Um diese zu unterstützen und zu entlasten, fördert der Freistaat seit 1998 im Rahmen des 'Bayerischen Netzwerks Pflege' 90 Fachstellen für pflegende Angehörige. Zudem hat Bayern vor fünf Jahren als eines der ersten Bundesländer das Pflegeleistungs-Ergänzungsgesetz umgesetzt. 106 Betreuungsgruppen und 60 ehrenamtliche Helferkreise werden seither als niedrigschwellige Betreuungsangebote gefördert. Hinzu kommen dreizehn Modellprojekte zu neuen Versorgungskonzepten, insbesondere für Demenzkranke", erklärte Bayerns Sozialministerin Christa Stewens heute bei der Podiumsdiskussion "Mensch und Raum - Angepasste Wohngestaltung für Menschen mit Demenz" auf der Messe "66" in München.
Ambulant betreute Wohngemeinschaften für Demenzkranke seien als alternative Wohnform wichtige neue Versorgungsbausteine. Sie ermöglichen nach den Worten der Ministerin eine familiäre Betreuung in einer gewohnten Tagesstruktur. "Um die Verbreitung dieser neuen Wohnform zu unterstützen, fördern wir seit Oktober letzten Jahres die 'Fachstelle für ambulant betreute Wohngemeinschaften in Bayern'. Initiatoren, Kommunen, Architekten und alle sonstigen Interessierten erhalten hier eine umfassende Beratung. Mit dem neuen bayerischen Pflegequalitätsgesetz schaffen wir in Bayern als erstes Bundesland einen gesetzlichen Rahmen für diese Wohnform, der Innovationsmöglichkeiten und Qualitätssicherung vereinen wird", betonte Stewens. Derzeit werde ein Praxisleitfaden für die Qualitätssicherung in ambulant betreuten Wohngemeinschaften erarbeitet, der über die "Fachstelle für ambulant betreute Wohngemeinschaften" in Kürze allen Interessierten zur Verfügung gestellt wird.
Stewens: "Aber auch im stationären Bereich brauchen wir neue Betreuungskonzepte für Demenzkranke. Etwa 60 Prozent der Bewohner in Alten- und Pflegeheimen leiden an einer demenziellen Erkrankung. Gerade hier gilt es auch durch die räumlichen Bedingungen in den stationären Einrichtungen den Demenzkranken das Leben zu erleichtern. Neue Betreuungskonzepte, wie Wohngruppen oder Hausgemeinschaften, sind hier eine interessante Entwicklung, die noch weiter in die Breite getragen werden muss."