Pressemitteilung

12.09.08

Frauenerwerbstätigenquote in Bayern - Arbeits- und Frauenministerin Stewens: Frauenerwerbstätigenquote bei 66 Prozent - Wahlfreiheit für Familien

Frauenerwerbstätigenquote in Bayern

Arbeits- und Frauenministerin Stewens: Frauenerwerbstätigenquote bei 66 Prozent - Wahlfreiheit für Familien

"Mit einer Erwerbstätigenquote von 66 Prozent im Jahr 2007 liegt Bayern zwei Prozentpunkte über dem bundesdeutschen Schnitt und nimmt im internationalen Vergleich den respektablen fünften Platz ein", freute sich Bayerns Arbeits- und Frauenministerin Christa Stewens heute in München. Im europaweiten Durchschnitt waren 2007 gut 58 Prozent der 15- bis unter 65-jährigen Frauen berufstätig. Eine höhere Frauenerwerbsquote als Bayern erzielten im internationalen Vergleich nur Dänemark mit 73,2 Prozent, Schweden mit 71,8 Prozent, Niederlande mit 69,6 Prozent und Finnland mit 68,5 Prozent.

Stewens: "Frauen finden in Bayern die besten Ausgangsbedingungen für eine gute Ausbildung und einen erfolgreichen Start ins Berufsleben vor. Darüber hinaus tun wir alles, um Eltern zu helfen, Familie und Erwerbstätigkeit unter einen Hut zu bringen. Eine ganz entscheidende Rolle spielt dabei der weitere Ausbau des Kinderbetreuungsangebots. Für unter Dreijährige haben wir mit aktuell 50.000 Plätzen bereits die Hälfte unserer Zielmarke von 100.000 Plätzen für diese Altersgruppe realisiert. Der Versorgungsgrad stieg von 5,7 Prozent im Jahr 2005 auf 13,7 Prozent zum Jahreswechsel und liegt derzeit bei etwa 15 Prozent. Bayern hat damit ein bundesweit einzigartiges Ausbautempo vorgelegt."

Familienpolitik müsse Wahlfreiheit für Familien schaffen und die verschiedenen Lebensentwürfe respektieren und ermöglichen. "Eltern wissen selbst am besten, was für sie und ihre Kinder das Richtige ist. Deswegen fördert Bayern nicht nur den Ausbau der Kinderbetreuung, sondern unterstützt auch gezielt diejenigen Eltern, die sich für die vorrangige familiäre Betreuung entscheiden. Wir halten daher - und in diesem Punkt unterscheiden wir uns deutlich von den Konzepten der Opposition - weiterhin an der Förderung der familiären Erziehung fest", erklärte die Ministerin und verwies auf das Landeserziehungsgeld, das in Bayern eine fast 20-jährige Tradition hat.

Zugleich appellierte Stewens an die Unternehmer: "Wir brauchen familiengerechte Jobs mit familienfreundlichen Arbeitsbedingungen, keine jobgerechten Familien. Viele Firmen haben bereits erkannt, dass familienfreundliche Arbeitsbedingungen kein Luxus sind, sondern sich auch für den Arbeitgeber lohnen. Zu den Vorteilen zählen insbesondere eine höhere Motivation, Leistungsfähigkeit und Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter, niedrigere Fluktuations- und Krankheitsraten sowie der Erhalt von Qualifikationen."

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