Pressemitteilung

21.04.08

Luftbeobachter warnen vor Waldbrandgefahren

21. April 2008, Rothenburg o. d. T. — Mehr als 53 Hektar Wald wurden vergangenes Jahr in Bayern durch Feuer zerstört. Dass sich der Schaden angesichts der insgesamt 2,5 Millionen Hektar Waldfläche im Freistaat damit noch in Grenzen hielt, ist laut Forstminister Josef Miller auch den regelmäßigen Kontrollflügen der Luftrettungsstaffel Bayern e.V. zu verdanken. „Sie haben auch Waldflächen im Blick, die wir vom Boden aus nur schwer überwachen können“, sagte Forstminister Josef Miller in Rothenburg o. d. T., wo er sich über die Ausbildung der mittelfränkischen Luftbeobachter informierte. Präventive Waldbrandüberwachung wird laut Miller immer wichtiger, denn: „Mit dem Klimawandel erhöhen sich die Temperaturen, die Trocken- und Dürrephasen werden länger und damit genügt schon ein Funke, den Wald in Brand zu setzen.“

Die Waldbrandüberwachung aus der Luft bezeichnete der Minister als hervorragendes Beispiel für effektive Zusammenarbeit zwischen ehrenamtlichen Spezialisten und Behörden. Sobald der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes hohe oder sehr hohe Waldbrandgefahr anzeigt, ordnen die Bezirksregierungen in der Regel für vorher festgelegte Einsatzgebiete Beobachtungsflüge an. An Bord der Flugzeuge und Hubschrauber sind neben dem Piloten ein bis zwei Luftbeobachter ehrenamtlich unterwegs. Sie suchen nach Brandherden und lotsen die Feuerwehr zum Einsatzort.

Zur Mannschaft der Luftrettungsstaffel zählen bayernweit rund 300 Piloten und etwa 250 Luftbeobachter, darunter 45 Förster. Für die Luftbeobachtung stehen bis zu 159 Flugzeuge und sieben Hubschrauber zur Verfügung, die auf 31 Stützpunkte im Freistaat verteilt sind. Allein im vergangenen Jahr absolvierte die Luftrettungsstaffel über 800 angeordnete Flüge mit rund 1200 Flugstunden. Die Kosten hierfür trägt der Freistaat Bayern.

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