Pressemitteilung

28.07.08

Kindertagesbetreuung in Oberfranken - Familienstaatssekretärin Huml: Zahl der betreuten Kinder unter drei Jahren um 35 Prozent gegenüber Vorjahr gestiegen - Verbesserungen beim Anstellungsschlüssel geplant

Kindertagesbetreuung in Oberfranken

Familienstaatssekretärin Huml: Zahl der betreuten Kinder unter drei Jahren um 35 Prozent gegenüber Vorjahr gestiegen - Verbesserungen beim Anstellungsschlüssel geplant

"Der Ausbau des Betreuungsangebotes für unter dreijährige Kinder macht große Fortschritte. In Oberfranken wurden zum 1. Januar 2008 3.818 unter Dreijährige betreut, dies sind knapp 1.000 Kinder mehr als noch im Vorjahr. Die Zahl der betreuten Kinder hat damit innerhalb nur eines Jahres um rund 35 Prozent zugenommen." Mit diesen Worten gab Bayerns Familienstaatssekretärin Melanie Huml heute die aktuellen Daten zur Situation der Kinderbetreuung für Oberfranken bekannt. "Oberfranken hält Schritt mit dem bayernweiten Ausbau des Betreuungsangebotes. Die Besuchsquote der unter Dreijährigen liegt mit etwa 15 Prozent sogar etwas über dem bayerischen Durchschnitt von 13,7 Prozent", freute sich Huml.

"Die oberfränkischen Kindergärten öffnen ihre Einrichtungen verstärkt für unter Dreijährige und nutzen so die Chancen einer stärker altersgemischten Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder", so die Staatssekretärin. Aufgrund der insgesamt rückläufigen Kinderzahl würden verstärkt auch unter Dreijährige in Kindergärten aufgenommen. Dort werden 2.450 Kinder unter drei Jahren betreut, dies sind 791 mehr als noch im Vorjahr. Neu geschaffen wurden 154 Plätze in Krippen, insgesamt finden dort 1.088 unter Dreijährige einen Betreuungsplatz. Ein leichter Zuwachs von 33 Plätzen ist auch in der Tagespflege zu verzeichnen mit nun 254 Kindern unter drei Jahren.

"Der Ausbau des Betreuungsangebotes muss Hand in Hand mit Investitionen in die Bildungsqualität gehen. Dreh- und Angelpunkt ist dabei der Anstellungsschlüssel. Unser Ziel ist es, dass Träger mehr qualifiziertes Personal beschäftigen können, damit mehr Zeit für die Bildungsarbeit mit den Kindern, für Elterngespräche und die Vernetzung mit der Schule bleibt. Hierzu wollen wir im ersten Schritt den Mindestanstellungsschlüssel von derzeit 1:12,5 auf 1:11,5 und mittelfristig auf 1:10 verbessern. Der Freistaat ist zur Mitfinanzierung dieser Qualitätsverbesserungen bereit. Sie können jedoch nur gemeinsam mit den Kommunen geschultert werden. Ich bin optimistisch, dass die Kommunen mit dem Freistaat an einem Strang ziehen und so der Mindestanstellungsschlüssel bereits zum 1. September 2008 auf 1:11,5 gesenkt werden kann", betonte Huml. Dies bedeute gerade für viele oberfränkische Einrichtungen einen deutlichen Fortschritt. Derzeit liege der Mindestanstellungsschlüssel bei etwa 27 Prozent der Kindertageseinrichtungen in Oberfranken zwischen 1:12 und 1:12,5.

Insgesamt werden in Oberfranken 36.977 Kinder bis zu zehn Jahren betreut, davon 10,5 Prozent bzw. 3.865 Kinder mit Migrationshintergrund. 437 Kinder werden in Tagespflege und 36.540 Kinder in 685 Kindertageseinrichtungen gebildet, erzogen und betreut. Es stehen 64 Krippen, 548 Kindergärten, 61 Horte, 10 Netze für Kinder und zwei Häuser für Kinder zur Verfügung.

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