Pressemitteilung

17.04.08

Bernhard: Bayern erstellt 1. Länder-Verbrauchermonitor - Verbrauchervertrauen erhält Zweidrittel-Mehrheit

'Verbrauchermonitor auch Arbeitsauftrag für Politik'

+++ Als erstes Bundesland hat Bayern einen Verbrauchervertrauensindex erarbeiten lassen, betonte Verbraucherschutzminister Otmar Bernhard heute anlässlich der Vorstellung des 'Bayerischen Verbrauchermonitors' in München. Danach vertraut eine Zweidrittel-Mehrheit der Befragten darauf, dass Lebensmittel-Kennzeichnungen vollständig und richtig sind, Produkte ausreichend auf ihre Sicherheit geprüft wurden, Lebensmittel ausführlich kontrolliert und gesundheitlich unbedenklich sind sowie die Gesetze bei Verbraucherproblemen ausreichend schützen, das restliche Drittel der Befragten hingegen waren diesbezüglich eher unsicher oder misstrauisch. Bernhard: 'Durch die Befragung von 2.251 repräsentativ ausgewählte Personen aus ganz Bayern bekamen wir erstmals eine messbare Größe, wo den Verbraucher der Schuh drückt. Ich verstehe die Ergebnisse als Arbeitsauftrag, den wir gemeinsam - Staat, Wirtschaft, Verbraucherverbände - anpacken werden. Auf den Zweidrittel-Zufriedenheitswert wollen wir aufbauen, auch wenn vergleichbare Kenngrößen bisher fehlen. Daher soll der Index künftig in regelmäßigen Abständen erhoben werden.' +++

Neben dem generellen Verbrauchervertrauensindex wurden von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) auch Brennpunkte abgefragt: So waren 44 Prozent der Befragten weniger bis völlig unzufrieden im Verbraucherbereich 'Energie und Wohnen', gefolgt mit 41 Prozent im Bereich 'Telefon und Internet'. Der den Befragten zufolge wichtigste Bereich 'Essen und Trinken' schnitt trotz Bedenken hingegen zufriedenstellend ab. Bernhard sieht hierin auch eine Bestätigung für den eingeschlagenen Weg bei der Optimierung der Lebensmittelüberwachung in Bayern. Ein weiteres Ergebnis des Monitors: Die Hersteller selbst stehen aus Verbrauchersicht mit Abstand am stärksten in der Pflicht, für die Qualität von Produkten und Dienstleistungen zu sorgen. Bei der Verbesserung und Förderung des Verbraucherschutzes vertrauen dagegen die Hälfte der Verbraucher den staatlichen Institutionen in ihrer Schutz- und Kontrollfunktion. Das im Mai in Kraft tretende Verbraucherinformationsgesetz wird laut Bernhard daher im Zweifel für den Verbraucher ausgelegt. Zudem empfahl der Minister, die Internet-Informationen des Ministeriums unter http://www.vis.bayern.de/ mit monatlich rund 500.000 Zugriffen. Dort werden demnächst die Informationen über Ernährung, Produktsicherheit und Recht durch ein neues Modul 'Versicherung' ergänzt. Weitere Informationen unter http://www.verbraucherschutz.bayern.de/

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