Pressemitteilung

09.07.08

Schlossbrücke in Wetterfeld

Zur Instandsetzung der Schlossbrücke in Wetterfeld (Stadt Roding, Landkreis Cham, Regierungsbezirk Oberpfalz) hat Kunstminister Thomas Goppel einen Zuschuss von 132.000 Euro aus dem Entschädigungsfonds für die Denkmalpflege bewilligt. Der Entschädigungsfonds wird gemeinsam vom Freistaat Bayern und den Kommunen getragen.

Das Alte Schloss in Wetterfeld wurde im 12. und 13. Jahrhundert vom Geschlecht der Wetterfelder errichtet, die Ministerialen der Markgrafen von Cham und Vohburg waren. Zwischen 1226 und 1270 kam Wetterfeld an die Wittelsbacher. Die Bedeutung des Ortes zeigte sich in der Einrichtung eines eigenen Amtes Wetterfeld, zu dem auch Roding und Regenpeilstein gehörten. Auf der Burg saßen herzogliche Richter und Pfleger. Erst 1803 wurde das Rentamt von hier nach Kloster Walderbach verlegt. Dem Schloss zugeordnet waren zwei, im 15. Jahrhundert sogar vier Burggüter. Das Alte Schloss steht im nördlichen Teil der später entstandenen Siedlung. Der Festungsbau ist als Wasserschloss konzipiert. Die Nordostseite fügt sich an einen Weiher, die anderen Seiten wurden durch einen ausgemauerten, mit Wasser gefüllten Graben geschützt, die innere Schlossanlage durch eine hohe Umfassungsmauer. Der Zugang erfolgte südseitig über eine aus Natursteinblöcken gemauerte, als Konstruktion mit mehreren Bögen ausgeführte Brücke, die zum vorspringenden Torhaus gotischer Zeit führte. Der Hauptbau des Alten Schlosses wurde im Dreißigjährigen Krieg weitgehend zerstört, seine Ruinen wurden später, zum Teil sogar erst in jüngster Zeit, überbaut. Die Schlossanlage wird damit im heutigen Zustand gerade durch die - mittlerweile trockengelegte - Grabenanlage mit der Zugangsbrücke definiert.

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege war bei Konzeption und Planung beratend tätig und wird die Maßnahme denkmalfachlich betreuen.

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