Pressemitteilung

29.06.08

Müller: "Neben institutionellen Verbindungen auch Unternehmenskontakte stärken"

MÜNCHEN Die partnerschaftliche Verbindung zwischen Bayern und der chinesischen Partnerprovinz Shandong erreicht ein neues Stadium: Mit der Linntec International Business Service Co., Ltd. (LIBS) eröffnet nun auch das hauseigene Beratungsunternehmen der unabhängigen Industrie- und Handelskammer Qingdao (QGCC) ein Büro in München. Für Bayerns Wirtschaftsministerin Emilia Müller ist die Ansiedlung ein wichtiges Zeichen der immer stärkeren wirtschaftlichen Verflechtung zwischen den Regionen: „Neben den institutionellen Verbindungen wollen wir mehr und mehr auch Unternehmenskontakte stärken, um den Austausch von Gütern und Dienstleistungen in beide Richtungen zu intensivieren und auf eine noch stabilere Basis zu stellen.“

Müller zeigte sich vor allem erfreut, dass unter dem Dach der Repräsentanz auch die Vertretung für das metallverarbeitende Unternehmen Linntec. Ind. und der Unternehmerverband ‚Shandong Individual and Private Enterprise Association’ vereint sind. „Dieses dreifache Engagement in Bayern zeigt die Bedeutung des Freistaates sowohl als Partner für wirtschaftspolitischen Austausch als auch als Standort für erfolgreiche chinesische High-Tech-Unternehmen“, so Müller.

Wang Yonglin, Eigentümer des Automobilzulieferers Linntec Industrial GmbH und Vize Präsident des Verbandes der Privat-Unternehmen und der IHK Qingdao ergänzt: „Wir wollen eine Plattform für Informationsaustausch schaffen, um die wechselseitigen Ergänzungspotentiale zwischen Unternehmen beider Länder sowie ihre gemeinsame Entwicklung zu fördern. Deshalb haben wir speziell für die Förderung sino-deutscher Geschäftskooperation die Servicefirma LIBS ins Leben gerufen. Gleichzeitig haben wir auch eine Website eingerichtet und geben ein chinesisch-deutsches Handels-Magazin heraus. Nun haben wir mit Unterstützung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums unser Verbindungsbüro für Deutschland in Mün-chen eingerichtet.“

LIBS stellt das hauseigene Beratungsunternehmen der QGCC dar, einer nicht-staatlichen, selbst verwalteten Vereinigung privater Unternehmen der Wirtschaftsregion Qingdao. Das Unternehmen Qingdao Linntec Ind. wurde 1996 mit dem Produktschwerpunkt Verarbeitung von Metallgusslegierungen für Bremssysteme in der Automobilbranche gegründet. Der 2003 gegründete Verband Shandong Individual and Private Enterprise Association bietet ein breites Spektrum an Leistungen wie Rechtsberatung, Schulungen, Mitarbeitersuche an. Der Verband ist nicht gewinnorientiert und bezweckt die Förderung der privaten Wirtschaft.

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Bayern und China haben sich in den zurückliegenden Jahren dynamisch entwickelt. Im vergangenen Jahr war die Volksrepublik vor Japan erneut wichtigster Absatzmarkt für bayerische Unternehmen in Asien. Im Jahr 2006 wurde ein Handelsvolumen von knapp 14 Mrd. Euro erreicht. Die bayerischen Ausfuhren stiegen im Ver-gleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent auf 5 Mrd. Euro an. Die Einfuhren aus China erhöhten sich um 7,6 Prozent auf 8,8 Mrd. Euro. Auch in den ersten neun Monaten 2007 wuchs das Handelsvolumen zwischen dem Reich der Mitte und dem Freistaat weiter sehr stark. Die Importe legten um fast ein Viertel auf knapp 7,5 Mrd. Euro zu, die Exporte nach China erreichten über 4,1 Mrd. Euro (+ 14,7 Prozent). Bayern wird auch als Standort für chinesische Unternehmen zunehmend attraktiver. Bisher haben sich rund 76 chinesische Unternehmen im Freistaat angesiedelt. Bayern zählt mit derzeit rund 9000 hier lebenden Chinesen zu den chinesischen ‚Hochburgen’ in Deutschland.

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