Pressemitteilung

06.03.08

Bernhard: Bayern fördert Managementsysteme für Arbeitsschutz

+++ Bayern fördert auch heuer wieder die Einführung von Managementsystemen für Arbeitsschutz gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen. Denn mit dem Arbeitsschutzmanagementsystem sinken die Unfallzahlen im Betrieb durchschnittlich um 80 Prozent. Gesundheitsminister Otmar Bernhard rief heute in München gerade Mittelständler auf, OHRIS in ihre bestehenden Qualitäts- und Umweltmanagementsysteme zu integrieren. Bernhard: 'Arbeitsschutzmanagementsysteme senken die Zahl der Arbeitsunfälle und verbessern Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten. OHRIS-Anwender verzeichnen deutlich weniger Unfälle.' Nach einer Auswertung bei OHRIS-Anwendern aus der chemischen Industrie liegt die durchschnittliche Unfallrate mit 2,7 meldepflichtigen Unfällen pro 1000 Beschäftigten im Jahr weit unter dem Durchschnitt von 14. Metall-Betriebe mit OHRIS haben eine Unfallquote von 6,6 im Vergleich zu 43 im Branchendurchschnitt. Auch die Zahl der nicht unfallbedingten Arbeitsunfähigkeitstage pro Jahr war bei den OHRIS-Betrieben mit etwa 7 Tagen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt von etwa 12 Tagen deutlich niedriger. 'Arbeitsunfälle und Arbeitsunfähigkeitstage vermeiden, heißt hohe Zusatzkosten sparen', machte Bernhard deutlich. +++

Arbeitsunfälle bedeuten nicht nur Leid und Unglück für die Betroffenen, sie beeinträchtigen auch nachhaltig die Betriebsabläufe der betroffenen Unternehmen. In Deutschland ereigneten sich im Jahr 2006 über eine Millionen meldepflichtiger Arbeitsunfälle, von denen 941 tödlich endeten. In Bayern vertrauen bereits über 200 Unternehmen - vom großen Automobilhersteller bis zum kleinen Handwerksbetrieb - mit insgesamt mehr als 100.000 Mitarbeitern im Arbeitsschutz auf OHRIS. Um die weitere Verbreitung von OHRIS auch in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu unterstützen, erhalten diese Betriebe 5.000 Euro Zuschuss nach erfolgreicher Einführung von OHRIS. Gefördert werden Unternehmen mit zehn bis unter 250 Beschäftigten; die bisherige Grenze von 150 Beschäftigten wurde angehoben.

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