Pressemitteilung

08.03.08

Ministerpräsident Beckstein in Passau bei der Diözesanvollversammlung der Katholiken in Bayern: „Christliche Politik muss die Familie besonders fördern“

Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein hat bei der Diözesanvollversammlung der Katholiken in Bayern in Passau die fundamentale Bedeutung der Familie für die individuelle und soziale Entwicklung des Menschen hervorgehoben. Beckstein: „Christliche Politik wird der Familie immer eine herausragende Bedeutung zumessen und sie muss die Familie entsprechend fördern." Beckstein hob hervor, dass für die meisten jungen Menschen Beruf und ein Familienleben mit Kindern heute ganz selbstverständlich zum Leben dazugehören. „Wie Eltern dies gestalten, ist ihre ureigenste Angelegenheit. Wir müssen ihnen die Optionen für beides, Familie und Beruf, ermöglichen", betonte Beckstein. Der Ministerpräsident verwies darauf, dass Bayern die Betreuungsmöglichkeiten für Kinder von ein bis drei Jahren massiv ausgebaut habe. „Praktisch jede Woche kommt irgendwo in Bayern eine neue Gruppe oder eine neue Tagesmutter hinzu. Wir haben auch durchgesetzt, dass nicht nur Kinderkrippen, sondern auch Kleingruppen, Tagesmütter und betriebliche Betreuungsformen gefördert werden. Wir wollen hier Vielfalt, denn das entspricht unserem christlichen Menschenbild."

Hierzu gehört nach den Worten des Ministerpräsidenten auch das Betreuungsgeld für die Mütter und Väter, die ihre Kinder bis zum dritten Lebensjahr zuhause selbst betreuen. Beckstein: „Wir haben das Betreuungsgeld nach hartem Ringen mit der SPD jetzt durchgesetzt. Die Entscheidung, ob Eltern ihr Kind zuhause betreuen oder es in eine Krippe geben, liegt einzig und allein bei den Eltern. Wie auch immer sie entscheiden, ist zu respektieren und zu achten, und darf nicht diffamiert werden." Als weiteren wichtigen Schritt zur Unterstützung von Familien bezeichnete Beckstein das Elterngeld. Bayern habe mit der Durchsetzung eines Sockelbetrages von 300 Euro deutlich gemacht, dass wir auch an jene Mütter denken, die vor der Geburt eines Kindes nicht in einem Arbeitsverhältnis standen, so Beckstein. „In Bayern bekommen Familien im Anschluss an das Elterngeld des Bundes ein einkommensabhängiges Landeserziehungsgeld. Bayern ist damit eines von vier Ländern in Deutschland, das mit dem Landeserziehungsgeld gerade auch Familien fördert, die sehr genau auf das Geld schauen müssen", unterstrich Beckstein.