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Pressemitteilung
515 bayerische Polizisten bei der Fußball-EM im Einsatz – Innenminister Joachim Herrmann lobt Zusammenarbeit mit Österreich
Seit dem 5. Juni sind 515 Bayerische Polizeibeamte für die Sicherheit bei der Fußballeuropameisterschaft 2008 im Einsatz. Die bayerischen Polizisten unterstützen das Nachbarland Österreich vor allem während der Vorrundenspiele in der Zeit vom 8. bis 19. Juni 2008. Die Ausrichterstaaten der 13. Fußballeuropameisterschaft Schweiz und Österreich, hatten entsprechende Unterstützungsleistungen von der Bundesrepublik Deutschland erbeten. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann sagte: "Die bayerische Polizei unterstützt ganz selbstverständlich ihre österreichischen Kollegen bei der Euro 2008."
Herrmann lobt in diesem Zusammenhang die traditionell gute Zusammenarbeit der Nachbarländer Deutschland und Österreich: "Die Zusammenarbeit der bayerischen und österreichischen Polizei ist europaweit vorbildlich. Bayerische Beamte, die im Rahmen der Fußball-EM in Österreich eingesetzt werden, haben dort Hoheitsbefugnisse nach österreichischem Recht. Die 515 bayerischen Polizeibeamten, die in Österreich nach Maßgabe der österreichischen Einsatzleitung während der Europameisterschaft eingesetzt werden, können dort polizeiliche Maßnahmen treffen."
Die Bayerische Polizei habe, so Herrmann, bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 mit dem Eröffnungsspiel in München und mit vielen Großereignissen in Bayern umfangreiche Erfahrungen gesammelt: "Wir freuen uns, dass wir diese Erfahrung jetzt auch unserem Nachbarn Österreich zur Verfügung stellen können. Die Bayerische Polizei wird mit geschlossenen Einheiten in Österreich die dortigen Einsatzkräfte unterstützen. 270 Beamte werden in Salzburg sein, 145 Beamte in Innsbruck und 80 Beamte in Klagenfurt."
Darüber hinaus werde die Bayerische Polizei auch mit 20 Beamten im polizeilichen Einzeldienst helfen. Dem Landespolizeikommandanten Wien werden acht Beamte, seinen Kollegen in Klagenfurt, Innsbruck und Salzburg jeweils vier Beamte für die Bekämpfung der Straßenkriminalität, insbesondere zur Verhinderung und Aufklärung von Taschendiebstählen, unterstellt. Zusätzlich sind bayerische "Fanbeamte" in Österreich im Einsatz. Darüber hinaus werden im Rahmen der grenzüberschreitenden polizeilichen Zusammenarbeit lageangepasst gemischte Streifen durchgeführt und Verbindungsbeamte abgestellt.
Die Zusammenarbeit gehe weit über den Sicherheitsbereich im engeren Sinn hinaus. Auch das Bayerische Rote Kreuz unterstütze während der EM das Österreichische Rote Kreuz. Während der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland wurde der bayerische Sanitätsdienst durch ein starkes Kontingent des Österreichischen Roten Kreuzes aus Salzburg unterstützt. Als Gegenleistung komme das Bayerische Rote Kreuz deshalb einer Hilfeanforderung des Österreichischen Roten Kreuzes während der Euro 2008 in Klagenfurt und Innsbruck gerne nach. Insgesamt wird das Bayerische Rote Kreuz das Österreichische Rote Kreuz während der drei Wochen dauernden Euro 2008 mit täglich bis zu 220 ehrenamtlichen Helfern und 85 Fahrzeugen unterstützen.