Pressemitteilung

06.06.08

Landesverkehrswacht Bayern

"Unfallverhütung und Verkehrssicherheitsarbeit sind ebenso wie Kriminalitätsbekämpfung und -vermeidung wichtige Teile der Inneren Sicherheit. Rein statistisch rangiert die Angst, im Straßenverkehr zu verunglücken, noch deutlich vor der Angst, Opfer einer Straftat zu werden. Dies veranschaulicht, wie wichtig das Engagement der Landesverkehrswacht als starker und kompetenter Partner der Polizei und der Straßenverkehrsbehörden ist", betonte Innenstaatssekretär Jürgen W. Heike anlässlich der Jahresmitgliederversammlung der Landesverkehrswacht Bayern e.V. am 6. Juni 2008 in Waldkirchen. Die Veranstaltung steht heuer unter dem Motto "Fahr Rad…aber sicher".2007 waren entgegen dem Trend der letzten Jahre auf Bayerns Straßen deutlich mehr Unfallopfer zu beklagen als im Vorjahr. So ereigneten sich 2007 rund 345.000 Verkehrsunfälle. Dies sind im Vergleich zum Jahr 2006 3,4 Prozent mehr. Bei diesen Unfällen wurden 992 Menschen getötet (9 Prozent mehr als im Vorjahr), darunter 83 Radfahrer und 118 Fußgänger, und 74.619 Menschen verletzt (1,6 Prozent mehr als im Vorjahr). "Auch an der erheblichen Gefährdung von Radfahrern hat sich leider nichts geändert. Unsere gemeinsamen Bemühungen im Rahmen der Aktion ''Sicher und Fair im Straßenverkehr'' sind also auch in den kommenden Jahren dringend erforderlich. Ich bin zuversichtlich, dass wir wieder an den äußerst positiven Trend von 2006 anknüpfen können", so Heike. So haben die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten, die als Verkehrserzieher tätig sind, zusammen mit der Landesverkehrswacht Bayern und den Schulen 2007 rund 99 Prozent aller bayerischen Viertklässler, insgesamt weit über 130.000, im Rahmen des Jugendverkehrsschulprogramms zu verkehrssicheren Radfahrern ausgebildet. Seit Beginn der bayernweiten Ausbildung im Jahr 1973 wurden fast 4,3 Millionen Kinder ausgebildet.

"Nicht ohne Grund gibt es in Bayern ein umfangreiches Radwegenetz", stellte der Staatssekretär heraus. So bestehen rund 7.000 Kilometer Radwege an Bundes- und Staatsstraßen. Hinzu kommen rund 2.000 Kilometer Radwege an Kreisstraßen, davon rund 1.550 Kilometer im Bereich von Ortsdurchfahrten. Daneben haben die Kommunen, meist mit Hilfe staatlicher Förderprogramme, Radwege mit einer Länge von 6.600 Kilometern gebaut. "Bei dem ''Runden Tisch Radverkehr'', der zuletzt am 7. Mai 2008 stattgefunden hat und an dem Innenminister Joachim Herrmann ebenso teilgenommen hat wie Vertreter der Kommunalen Spitzenverbände und des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs, war man sich in den Zielen einig, dass der Fahrradanteil am Gesamtverkehr weiter erhöht werden sollte, Fahrradwege optimiert und ausgebaut werden sollten und die Verkehrssicherheit stetig verbessert werden sollte", fasste Heike zusammen. "Deshalb sollen künftig Radwege auch an bestehenden Staatsstraßen angelegt und aus Staatsstraßenmitteln finanziert werden. Das Radwegeprogramm soll auf diese Weise schneller umgesetzt werden", so Heike weiter. Schon bisher investiert der Freistaat für die aus Verkehrssicherheitsgründen an Bundes- und Staatsstraßen notwendigen Radwege jährlich rund 20 Millionen Euro.

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