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Pressemitteilung
Beckstein stellt Maßnahmenpaket für bayerische Fachhochschulen vor / Überproportionaler Ausbau der Fachhochschulen in Bayern in allen Landesteilen / Über 20 000 Studienplätze bis 2011 zusätzlich
Beckstein: „Fachhochschulen sind Innovationsmotoren in den Regionen und haben entscheidende Rolle für Wohlstand und Beschäftigung in Bayern“
Bayerns Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein hat heute nach einem Treffen mit den Präsidenten von 19 Fachhochschulen in München ein umfangreiches Maßnahmenpaket zum Ausbau und der Stärkung dieser „Hochschulen für angewandte Wissenschaften" in Bayern vorgestellt. Beckstein: „Die in den nächsten Jahren stark ansteigende Zahl der Studenten an unseren Hochschulen ist für uns keine „Last". Wir sprechen nicht von einem „Studentenberg", den es abzubauen gilt, sondern von einer historischen Chance, um Wohlstand und soziale Sicherheit in Bayern auch künftig zu bewahren." Bayern rechnet nach den Worten Becksteins bis 2011 mit einem Anstieg der Studentenzahlen um bis zu 30 Prozent. Beckstein: „Diese große Chance wollen und werden wir konsequent für den Wirtschafts-, Technologie- und Forschungsstandort Bayern nutzen." Den bayerischen Fachhochschulen kommt dabei, so Beckstein, als Innovationsmotoren in den Regionen eine ganz entscheidende Rolle zu. Bayern werde deshalb die Fachhochschulen in den nächsten Jahren überproportional stark ausbauen und ihre Attraktivität für Studenten, Professoren und die Wirtschaft konsequent steigern. Beckstein: „Gegenwärtig haben wir gut 71 000 Studenten an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern. 2012 sollen es über 20 000 mehr sein. Heute studieren rund 28 Prozent unserer Studenten an der FH. Ziel ist es, diese Quote mittel- bis langfristig auf 40 Prozent zu heben. Davon werden alle Landesteile Bayerns profitieren. Wir ziehen dabei mit der Wirtschaft, den Kommunen und den Fachhochschulen an einem Strang." Beckstein kündigte an, dass Bayern das Innovationsbündnis, wie mit den Universitäten, auch mit den Fachhochschulen bis 2013 verlängern und damit über die nächsten Haushalte hinaus finanzielle Planungssicherheit schaffen wird. Wir brauchen diese Hochschulen künftig noch mehr. Nur dadurch können wir unserer Wirtschaft ausreichend hoch qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung stellen." Weitere Maßnahmen für die bayerischen Fachhochschulen sind:
- Wie bei den Universitäten besteht neben dem personellen und baulichen Ausbaubedarf auch bei den Fachhochschulen ein Sanierungs- und Modernisierungsbedarf, der beginnend mit diesem Jahr schrittweise abgearbeitet wird. Beckstein: „Auch die Fachhochschulen können bis 2013 dafür mit den notwendigen Haushaltsmitteln rechnen. Ein wesentlicher Teil des jetzt bei den FH's notwendigen zusätzlichen Flächenbedarfs wird über Anmietungen gedeckt. Auch dafür werden wir die notwendigen Mittel bereitstellen."
- „Um unser politisches Ziel einer Stärkung des Fachhochschulbereichs zu erreichen, werden wie die Attraktivität der Fachhochschulen sowohl für hochqualifiziertes Lehrpersonal als auch für die Studenten erhöhen", erklärte Beckstein:
- „Um ausreichend qualifiziertes Lehrpersonal zu gewinnen, habe ich klargestellt, dass die Themen Professorenbesoldung und –dienstrecht bei der anstehenden bayerischen Dienstrechtsreform mit Priorität geregelt werden. Wir wollen die Grundgehälter anheben und mehr Flexibilität und Freiräume in der Besoldung schaffen. Dies ist gerade für die Fachhochschulen, die in unmittelbarer Konkurrenz zur Wirtschaft stehen, von großer Bedeutung. Sprich: Auch für Fachleute aus der Wirtschaft muss es attraktiv sein, ihr Wissen, ihr Know-how und ihre Erfahrung an den Fachhochschulen an die jungen Menschen weiterzugeben.“
- Um die Attraktivität bei den Studenten noch weiter zu steigern, werden künftig im Hochschulgesetz die Möglichkeiten geschaffen, berufspraktische Tätigkeiten auf ein Hochschulstudium anzurechnen.
- Beckstein betonte: „Um die wichtige Rolle der Fachhochschulen als technologische und wirtschaftliche Kraftzentren in den Regionen weiter zu stärken, werden wir künftig noch mehr auf das besondere Potenzial der Fachhochschulen beim Technologietransfer setzen. Die Staatsregierung wird ein Sonderprogramm zur gezielten Ausschöpfung dieses Potentials auflegen. Als Einstieg in ein solches Programm werden wir deshalb 2008 erstmals Mittel in Höhe von 3 Millionen Euro zur Verfügung stellen." Außerdem strebt Bayern laut Beckstein eine verbesserte Forschungs-Kooperation zwischen Universitäten und Fachhochschulen an. Beckstein: „Die Staatsregierung wird deshalb die Aktivitäten zur Schaffung von gemeinsamen Graduiertenkollegs zwischen Universitäten und Fachhochschulen in Bayern unterstützen." Auch die bereits jetzt möglichen kooperativen Promotionen von Fachhochschulen und Universitäten müssen verstärkt werden. Beckstein: „Hier appelliere ich vor allem an unsere bayerischen Universitäten sich mehr zu öffnen für diese Partnerschaft."
Bereits in der letzten Woche hat Ministerpräsident Beckstein mit den Präsidenten der bayerischen Universitäten ein breites Maßnahmenbündel zur Modernisierung und Stärkung der Unis verabredet. Beckstein: „Heute sind wir mit unseren Fachhochschulen einen entscheidenden Schritt weiter gekommen, um ganz gezielt Instrumente und Maßnahmen für noch attraktivere Fachhochschulen in Bayern zu schaffen. Für diese konstruktive Zusammenarbeit danke ich auch den Präsidenten der Fachhochschulen allen voran ihrer Sprecherin Frau Professor Dr. Marion Schick."