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Pressemitteilung
Seniorenpolitik in den Kommunen - Sozialstaatssekretärin Huml stellt Broschüre "Kommunale Seniorenpolitik" vor - Förderpreis für Seniorenpolitische Konzepte der Kommunen
Seniorenpolitik in den Kommunen
Sozialstaatssekretärin Huml stellt Broschüre "Kommunale Seniorenpolitik" vor - Förderpreis für Seniorenpolitische Konzepte der Kommunen
"In Bayern leben heute 2,3 Millionen über 65-Jährige, 2050 werden es bereits 3,5 Millionen sein. Kleine Gemeinden sind daher ebenso wie große Kommunen gefordert, passgenaue Strukturen zu entwickeln, um älteren Bürgerinnen und Bürgern eine möglichst hohe Lebensqualität und einen möglichst langen Verbleib in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung zu ermöglichen. Wir brauchen seniorenpolitische Gesamtkonzepte, die sowohl die Potentiale und Ressourcen älterer Menschen als auch deren Hilfe- und Unterstützungsbedarf berücksichtigen. Um die Kommunen bei der Entwicklung zukunftsorientierter Seniorenpolitischer Gesamtkonzepte zu unterstützen, hat das Bayerische Sozialministerium gemeinsam mit den Kommunalen Spitzenverbänden und dem Institut Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung (AfA) einen Leitfaden entwickelt." Mit diesen Worten stellte Bayerns Sozialstaatssekretärin Melanie Huml heute auf der Fachtagung "Kommunale Seniorenpolitik" in München die gleichnamige Broschüre vor.
"Die Broschüre spannt einen Bogen von integrierter Ortsentwicklung über bürgerschaftliches Engagement und alternative Wohn- und Betreuungsformen bis hin zur Hospizversorgung. Sie bietet den Kommunen - in Zusammenarbeit mit den Kirchen, Verbänden, Unternehmen sowie den Seniorinnen und Senioren - einen Orientierungsrahmen, um die demografischen Veränderungen aktiv aufzugreifen und positiv zu gestalten", betonte Huml. Gleichzeitig wies die Staatssekretärin darauf hin, dass das Bayerische Sozialministerium im Jahr 2008 einen Förderpreis für Seniorenpolitische Konzepte vergibt. "Wir möchten damit lokale Akteure in den Gemeinden und Landkreisen bei der Umsetzung von seniorenpolitischen Konzepten unterstützen. Vorgesehen ist, in jedem Regierungsbezirk jeweils drei Landkreise und kreisfreie Städte sowie drei kreisangehörige Städte und Gemeinden mit einem regionalen Förderpreis auszuzeichnen. Die ersten Preise sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert, die zweiten mit 7.000 Euro und die dritten mit 5.000 Euro. Die Broschüre sowie die konkreten Teilnahmekriterien für den Förderpreis werden in den nächsten Tagen an alle bayerischen Kommunen versandt", erklärte die Staatssekretärin. Unter www.stmas.bayern.de/senioren/kommunen können die Broschüre und Informationen zum Förderpreis herunter geladen werden.
Darüber hinaus gab die Staatssekretärin den Startschuss für das Projekt "Neues Altern in der Stadt (NAIS)" der Bertelsmann Stiftung in Kooperation mit dem Kuratorium Deutsche Altershilfe. Huml: "NAIS sieht vor, 80 bayerische Kommunen bei der Umsetzung von konkreten Maßnahmen zur Seniorenpolitik zu unterstützen. Auch das geplante Bundesprogramm 'Aktiv im Alter', das die Kompetenzen und Ressourcen älterer Menschen in den Kommunen fokussiert und für eine aktive Beteiligung älterer Menschen in den Kommunen wirbt, ergänzt die bayerischen Aktivitäten zur Entwicklung von kommunalen seniorenpolitischen Konzepten. Bayernweit sollen 20 Kommunen im Rahmen dieses Modellprogramms gefördert werden."