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Pressemitteilung
Medienminister Sinner beim Filmgespräch der CSU-Film-Kommission: Novellierung des Filmförderungsgesetzes muss zu gerechtem Interessenausgleich und ausgewogener Lastenverteilung kommen
Staatsregierung setzt sich für Zukunft gerade auch der kleinen Kinos ein / Digitalisierung größter Umbruch in über 100jähriger Geschichte der Filmindustrie
Medienminister Eberhard Sinner hat heute beim Filmgespräch der CSU-Filmkommission für die anstehende Novellierung des Filmförderungsgesetzes des Bundes einen gerechten Interessenausgleich gefordert. Sinner: "Mit der Digitalisierung steht der Filmindustrie der technisch größte und finanzielle aufwendigste Umbruch in ihrer über 100jährigen Geschichte bevor. Wir müssen in dieser Zeit des Umbruchs zu einer ausgewogenen Verteilung der Lasten zwischen den Beteiligten der Filmwirtschaft kommen. Die Staatsregierung wird sich dabei weiterhin für die Zukunft gerade auch der kleinen Kinos einsetzen." Wie Sinner erläuterte, verweisen die Filmtheaterbetreiber auch vor dem Hintergrund der Marktentwicklung mit Recht darauf, die auf sie zukommenden erheblichen Investitionen im Zuge der Digitalisierung der Kinos nicht allein schultern zu können. Sinner: "Das Kino wird sich auch in Deutschland der Herausforderung der Pixels und Bytes stellen müssen, um im Rennen um die Zuschauergunst wettbewerbsfähig zu bleiben. Die digitale Technik hat Auswirkungen auf die gesamte Branche. Die Produzenten müssen den Produktionsprozess neu definieren, die Verleiher suchen eine neue Marktpositionierung und die Kinobetreiber stehen vor hohen Investitionen. Ich appelliere an alle Beteiligten, im Rahmen eines Solidarpaktes einen fairen Beitrag zu den Kosten zu leisten." Schwerpunkt der Novellierung des Filmförderungsgesetzes müsse jedenfalls die nachhaltige Unterstützung und Stärkung der Kinos sein, forderte Sinner. Dabei werde der Gesetzgeber auch darüber nachdenken müssen, wie die neuen Player auf dem Markt zum Beispiel im Bereich Video-on-Demand und Handy-TV als Zahler herangezogen werden können. Der Medienminister unterstrich, dass auch der Freistaat Bayern bereit sei, seinen Beitrag zu leisten. Sinner: "Wir haben in Bayern schon seit 1979 ein eigenes Filmtheaterinvestitionsprogramm, mit dem wir in den Jahren des harten Wettbewerbs vielen kleinen Kinos auf dem Land das Überleben gesichert haben. Wir werden nicht zulassen, dass sie jetzt in der schwierigen Phase des Umbruchs auf der Strecke bleiben. Deswegen haben wir in Bayern bereits Vorsorge getroffen und uns ein "digitales Sparschwein" aus Rückstellungen in Höhe von derzeit rund 800.000 Euro zugelegt."