Pressemitteilung

17.01.08

Ministerpräsident Beckstein kündigt bei Besuch im Landkreis Ebersberg deutliche Ausweitung der Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund an

Beckstein: "Sprachkompetenz ist Schlüssel für Bildungserfolg und Integration" / Zahl der Vorkursstunden wird um 50 Prozent aufgestockt

Bayern baut die Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund deutlich aus. Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein kündigte heute im Rahmen seines Besuchs im "Haus für Kinder" in Baldham und weiteren Einrichtungen im Landkreis Ebersberg an, dass die Anzahl der Stunden, in denen Kinder mit Migrationshintergrund in Kindergärten Deutsch lernen, bereits zum kommenden Schuljahr massiv ausgeweitet wird. Beckstein: "Wir werden die Kindergarten-Vorkurse ab dem kommenden Schuljahr von derzeit 160 Stunden auf 240 Stunden ausbauen. Die Vorkurse sollen bereits eineinhalb Jahre vor dem Übertritt in die Grundschule anfangen. Im letzten Jahr vor der Einschulung hat jedes Kind dann eine Stunde Deutsch am Tag. Früh erworbene Sprachkompetenz ist der Schlüssel für Bildungserfolg und erfolgreiche Integration. Mit der massiven Aufstockung der Vorkursstunden um weitere 50 Prozent unterstreicht die Staatsregierung den hohen Stellenwert der vorbeugenden Integrationspolitik in Bayern." Bayern hatte bereits zum Schuljahr 2005/2006 die Anzahl der Stunden, in denen Kinder mit Migrationshintergrund in den Vorkursen der Kindergärten Deutsch lernen, von 40 auf 160 erhöht.

Eine Einschulung darf nach den Worten des Ministerpräsidenten nur mit ausreichenden Deutschkenntnissen erfolgen. Beckstein: "Nur mit ausreichenden Deutschkenntnissen können Kinder ab dem ersten Tag in der Schule erfolgreich ihre Fähigkeiten entfalten und auch gut in die Klassengemeinschaft integriert werden." Die Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift hat laut Beckstein zentrale Bedeutung für eine gleichberechtigte Teilhabe am beruflichen und gesellschaftlichen Leben in unserem Land. "Das Fundament für eine gelungene Integration legen wir durch die Sprachförderung, die bereits in den Kindergärten einsetzt und in den Schulen fortgesetzt wird", erklärte Beckstein." Daneben seien auch die Eltern gefordert, ihre Kinder beim Erlernen der deutschen Sprache tatkräftig zu unterstützen. "Kindergarten und Schule allein können diese Aufgabe nicht bewältigen. Wir müssen die Eltern ermuntern, ihre Kinder beim Deutschlernen zu unterstützen und beispielsweise Angebote wie "Mama lernt Deutsch" wahrzunehmen", forderte Beckstein.