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Pressemitteilung
Beckstein: "Kernkraft zur Einhaltung der Klimaschutzziele und zur sicheren Energievorsorge auf lange Zeit unverzichtbar / Restlaufzeiten verlängern und Teil der Gewinne aus der Verlängerung in erneuerbare Energien investieren"
Bayerns Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein hat sich nach der Entscheidung Großbritanniens, neue Kernkraftwerke zu bauen, dafür ausgesprochen, den im Atomkonsens beschlossenen Ausstieg aus der Kernkraft in Deutschland zu überdenken und die Restlaufzeit der Kernkraftwerke zu verlängern. "Die ehrgeizigen Klimaziele sind bei einem Ausstieg aus der Kernkraft auch nicht annähernd zu erreichen. Das hat man in ganz Europa von Frankreich bis Finnland längst erkannt, nur in Deutschland bremsen da noch die roten und grünen Ideologen. Dabei macht es ökologisch überhaupt keinen Sinn, auf die Kernenergie im Rahmen eines ausgewogenen Energiemixes zu verzichten. Gleichzeitig müssen wir den Ausbau regenerativer Energien vorantreiben. Dazu sollten die Kraftwerksbetreiber verpflichtet werden, einen Teil der durch die Verlängerung der Restlaufzeiten der Kernkraftwerke erzielten Gewinne verpflichtend in die Forschung und Entwicklung sowie den Ausbau der erneuerbaren Energie fließen lassen. Auf mittlere Sicht werden regenerative Energien fossile Brennstoffe auch nicht annähernd ersetzen können. Um die Klimaziele zu erreichen und die Versorgungssicherheit mittel- und langfristig sicherzustellen, sind wir deshalb auf die Nutzung zukunftssicherer Kraftwerke angewiesen", unterstrich Beckstein. Der Ministerpräsident wies darauf hin, dass zukunftssichere Energieversorgung für die wirtschaftliche Entwicklung im Freistaat zentrale Bedeutung hat. "Ausreichende und günstige Energieversorgung ist künftig das entscheidende Element für Wirtschaftswachstum und damit Wohlstand am Standort Bayern", bekräftigte Beckstein. Der Ministerpräsident machte deutlich, dass die zunehmende Konzentration von Kraftwerksstandorten in Küstenregionen die Eigenständigkeit der Energieversorgung im Freistaat nicht gefährden und die teure Abhängigkeit von Energielieferungen nicht erhöhen dürfe. "Wir brauchen deshalb zukunftssichere Kraftwerke auch in Bayern und das schließt auch die Kernkraft ein."