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Pressemitteilung
Bayerischer Apothekertag - Sozialministerin Stewens: Apotheken garantieren Qualität, Sicherheit und Patientennähe - Fremd- und Mehrbesitzverbot muss erhalten bleiben
Bayerischer Apothekertag
Sozialministerin Stewens: Apotheken garantieren Qualität, Sicherheit und Patientennähe - Fremd- und Mehrbesitzverbot muss erhalten bleiben
"Qualität, Sicherheit und Patientennähe sind in der Arzneimittelversorgung unverzichtbar. Diese Kernkompetenzen garantieren vor allem die Apothekerinnen und Apotheker. Durch ihre fundierte pharmazeutische Ausbildung und ihren persönlichen Kontakt zum Patienten klären sie alle Fragen rund um das Arzneimittel. Die Präsenzapotheke vor Ort ist daher in einem Flächenstaat wie Bayern unverzichtbar", erklärte Bayerns Sozialministerin Christa Stewens heute auf dem 42. Bayerischen Apothekertag in Regensburg.
"Arzneimittel sind Vertrauensgüter und können bei nicht fachgerechter Herstellung oder Anwendung zu erheblichen gesundheitlichen Schäden führen", erläuterte Stewens und fügte hinzu: "Seit der Gesetzgeber zum 1. Januar 2004 den Versandhandel mit Arzneimitteln durch öffentliche Apotheken uneingeschränkt zugelassen hat, nimmt der Handel mit gefälschten, illegalen, nicht zugelassenen oder falsch dosierten Arzneimitteln deutlich zu. Verbraucher müssen deshalb bei jedem Medikament, das sie nicht in der Apotheke kaufen, achtsam sein." Um dem illegalen Versandhandel mit Arzneimitteln Einhalt zu bieten, habe die Gesundheitsministerkonferenz beschlossen, bei der Zentralstelle der Länder für Gesundheitsschutz mit Arzneimitteln und Medizinprodukten eine Stelle zur Überwachung des Internethandels mit Medikamenten einzurichten. "Wenn dies nicht fruchtet, muss der Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln nochmals sehr kritisch hinterfragt werden", so die Ministerin.
Stewens: "Aus gutem Grund kann nach deutschem Recht nur ein approbierter Apotheker Inhaber einer Apotheke und von maximal drei Filialen im nahen Umfeld der Hauptapotheke sein. Der Apotheker ist somit persönlich für seine Apotheke verantwortlich. Dies dient ganz klar dem Schutz der Verbraucher. Deshalb steht die bayerische Staatsregierung hinter dem Fremd- und Mehrbesitzverbot und wird sich auch in Zukunft nachdrücklich für deren Erhalt einsetzen."
Kritik äußerte die Ministerin zudem an dem Instrument der Arzneimittelrabattverträge: "Die Arzneimittelrabattverträge sorgen nicht nur für Verunsicherung bei Patienten, die sich auf ein neues Medikament einstellen müssen, sondern auch bei Ärzten und Apothekern. Abgesehen vom rechtlichen Zündstoff der gegenwärtigen Regelungen zu den Rabattverträgen habe ich auch berechtigte Zweifel, ob die Rabattverträge tatsächlich zu den erwarteten Einsparungen führen."