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Pressemitteilung
Bayern und Ungarn gegen EU-Vorschlag bei CO2-Emissionen für Neufahrzeuge / Söder: „Wir brauchen Autopakt gegen Pläne der EU-Kommission“ / Besuch Söders in Ungarn bringt auch neuen Impuls für deutsche Sprache im Donauraum
Bayerns Europaminister Dr. Markus Söder hat bei seinem Besuch in Ungarn einen Pakt gegen die Brüsseler Vorschläge zur Reduzierung von CO2-Emissionen für Neufahrzeuge angekündigt. Söder: „Der Vorschlag der EU-Kommission belastet einseitig die deutschen Autohersteller und ist für Bayern als wichtigen Standort für Premium-Marken nicht akzeptabel. Um unsere Interessen zu wahren, brauchen wir einen europaweiten Autopakt gegen die Pläne der EU-Kommission. Unsere Autodiplomatie ist auf einem guten Weg. Nach meinen Gesprächen mit Tschechien hat nun auch Ungarn das bayerische Anliegen klar unterstützt." Nach den Worten Söders sind Bayern und Ungarn starke Automobilstandorte. Es liege im gemeinsamen Interesse beider Länder, dass die Autos von Premiumherstellern wie Audi und BMW nicht einseitig die Last bei der Begrenzung von CO2-Emissionen tragen müssen. Söder erklärte, dass er dazu mit deutschen Autoherstellern über eine einheitliche Strategie gegen die Benachteiligung der Premiumhersteller beraten wird. Söder: „Bayern ist ganz klar für mehr Klimaschutz. Dieser kann aber nur mit und nicht gegen die deutschen Automobilhersteller erreicht werden. Die Kommissions-Initiative würde den technologischen Fortschritt und Innovationsfähigkeit der Autobranche massiv behindern. Die deutschen Autohersteller mit BMW und Audi an der Spitze müssen aber auch weiterhin finanziell in der Lage sein, durch innovative Entwicklungen und technische Leistungen für mehr Klimaschutz zu sorgen."
Bei einem Besuch der deutschsprachigen Andrássy-Universität in Budapest hat Söder zudem seine Unterstützung von Initiativen zur Förderung der deutschen Sprache im Donauraum angekündigt. Söder: „Über 90 Millionen Menschen sprechen in Europa Deutsch. Außerdem ist Deutsch in vielen Ländern Osteuropas nach wie vor Fremdsprache Nummer Eins. Das ist ein unschätzbarer Vorteil für den Bildungs-, Kultur- und Wirtschaftsaustausch zwischen Deutschland und den osteuropäischen Ländern. Gerade Bayern mit seinen intensiven Beziehungen zu Osteuropa profitiert in hohem Maße von guten Deutschkenntnissen der Menschen in diesen Staaten. Deshalb müssen wir die sprachliche Aus- und Fortbildung von Lehr- und Erziehungskräften in Schulen und Kindergärten deutlich stärken." Söder würdigte die Andrássy-Universität als wichtigen Beitrag zur Förderung des Deutschen als Sprache der Verständigung in der EU.