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Pressemitteilung
09.04.08
200 Jahre Statistisches Landesamt
"Für politische Entscheidungen brauchen wir Zahlen und Daten als Grundlage, um Trends und Entwicklungen in der Gesellschaft beurteilen zu können. Das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung ist seit 200 Jahren verlässlicher und seriöser Lieferant dieser Informationen." Das sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann heute anlässlich der 200-Jahr-Feier des Landesamts in München. Als Beispiel, wie wichtig und notwendig die stete Aktualisierung der statistischen Daten für die Politik sind, nannte Herrmann die deutschlandweite Volkszählung im Jahr 2011: "Die letzte Volkszählung liegt mehr als 20 Jahre zurück. Seitdem haben sich immer mehr Ungenauigkeiten in die Statistiken eingeschlichen. So gehen Schätzungen davon aus, dass in Deutschland ungefähr 1,3 Millionen Menschen weniger leben, als die Statistik derzeit ausweist. Wir brauchen aber genaue amtliche Einwohnerzahlen in Bund, Ländern und Kommunen für zahlreiche politische Entscheidungen. Das reicht vom Länderfinanzausgleich bis hin zu der Frage, wie viele Kindergärten, Schulen und auch Seniorenheime in einer Gemeinde zu schaffen sind und wie die Verkehrs- und Wohnungsbauplanung vor Ort auszurichten ist."
Das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung hat bei der Volkszählung 2011 in wichtigen Kernbereichen eine Schlüsselrolle für ganz Deutschland übernommen. Herrmann: "Wir sind sehr stolz darauf, dass das Bayerische Landesamt bei der Volkszählung 2011 eine so zentrale Rolle spielt und Pionierarbeit bei der Entwicklung neuer Erhebungsmethoden geleistet hat. Dadurch ist es gelungen, die Belastung für die Bürgerinnen und Bürger durch Befragungen erheblich zu verringern. So ein Projekt wäre ohne die hohe IT-Kompetenz des dem Landesamt angegliederten Rechenzentrums Süd und der engen und effizienten Zusammenarbeit der Statistiker und Informationstechnologiespezialisten nicht zu realisieren. Durch die langjährige Erfahrung auf diesem Gebiet ist Bayern in der Lage, Aufgaben für ganz Deutschland zu übernehmen." Im Februar 2008 hat das Europäische Parlament eine EU-Verordnung über Volks- und Wohnungszählungen verabschiedet. Darin ist jeder EU-Mitgliedsstaat verpflichtet, alle zehn Jahre eine Volkszählung durchzuführen.
Im Rahmen der 200-Jahr-Feier hat der Innenminister den bisherigen Präsidenten des Landesamts Dr. Peter Bauer in den Ruhestand verabschiedet und Karlheinz Anding als seinen Nachfolger in das Amt eingeführt.
Nach seinem Volkswirtschaftsstudium und langjähriger Tätigkeit an den Instituten für Statistik der Universitäten Mannheim und München ging Dr. Bauer 1978 an das Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung. 1992 wurde er mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Vizepräsidenten beauftragt. Im Jahr 2002 wurde Dr. Bauer zum Präsidenten des Amtes ernannt. Dr. Peter Bauer gilt als einer der gefragtesten Statistik-Experten in Deutschland.
Sein Nachfolger Karlheinz Anding begann seine Laufbahn 1977 im damaligen Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen. Ab 1981 war er am Landratsamt Erding und ab 1984 bei der Regierung von Oberbayern tätig. Nach Teilnahme am Lehrgang für Verwaltungsführung für Beamte des höheren Dienstes folgten Stationen im Innenministerium und der Staatskanzlei. Ab 1992 leistete Anding wertvolle Aufbauhilfe in den neuen Ländern und war zunächst stellvertretender Chef der Staatskanzlei von Mecklenburg-Vorpommern und dann Staatssekretär im dortigen Umweltministerium. Seit seiner Rückkehr in die bayerische Heimat war er Chef des Sachgebiets Rettungswesen im Innenministerium. Auf Anding gehen eine Vielzahl wichtiger Weichenstellungen bei der Modernisierung des Rettungswesens zurück.
Das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung hat bei der Volkszählung 2011 in wichtigen Kernbereichen eine Schlüsselrolle für ganz Deutschland übernommen. Herrmann: "Wir sind sehr stolz darauf, dass das Bayerische Landesamt bei der Volkszählung 2011 eine so zentrale Rolle spielt und Pionierarbeit bei der Entwicklung neuer Erhebungsmethoden geleistet hat. Dadurch ist es gelungen, die Belastung für die Bürgerinnen und Bürger durch Befragungen erheblich zu verringern. So ein Projekt wäre ohne die hohe IT-Kompetenz des dem Landesamt angegliederten Rechenzentrums Süd und der engen und effizienten Zusammenarbeit der Statistiker und Informationstechnologiespezialisten nicht zu realisieren. Durch die langjährige Erfahrung auf diesem Gebiet ist Bayern in der Lage, Aufgaben für ganz Deutschland zu übernehmen." Im Februar 2008 hat das Europäische Parlament eine EU-Verordnung über Volks- und Wohnungszählungen verabschiedet. Darin ist jeder EU-Mitgliedsstaat verpflichtet, alle zehn Jahre eine Volkszählung durchzuführen.
Im Rahmen der 200-Jahr-Feier hat der Innenminister den bisherigen Präsidenten des Landesamts Dr. Peter Bauer in den Ruhestand verabschiedet und Karlheinz Anding als seinen Nachfolger in das Amt eingeführt.
Nach seinem Volkswirtschaftsstudium und langjähriger Tätigkeit an den Instituten für Statistik der Universitäten Mannheim und München ging Dr. Bauer 1978 an das Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung. 1992 wurde er mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Vizepräsidenten beauftragt. Im Jahr 2002 wurde Dr. Bauer zum Präsidenten des Amtes ernannt. Dr. Peter Bauer gilt als einer der gefragtesten Statistik-Experten in Deutschland.
Sein Nachfolger Karlheinz Anding begann seine Laufbahn 1977 im damaligen Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen. Ab 1981 war er am Landratsamt Erding und ab 1984 bei der Regierung von Oberbayern tätig. Nach Teilnahme am Lehrgang für Verwaltungsführung für Beamte des höheren Dienstes folgten Stationen im Innenministerium und der Staatskanzlei. Ab 1992 leistete Anding wertvolle Aufbauhilfe in den neuen Ländern und war zunächst stellvertretender Chef der Staatskanzlei von Mecklenburg-Vorpommern und dann Staatssekretär im dortigen Umweltministerium. Seit seiner Rückkehr in die bayerische Heimat war er Chef des Sachgebiets Rettungswesen im Innenministerium. Auf Anding gehen eine Vielzahl wichtiger Weichenstellungen bei der Modernisierung des Rettungswesens zurück.