Pressemitteilung

14.05.08

Internationaler Tag der Familie am 15. Mai 2008 - Familienministerin Stewens: Wahlfreiheit der Eltern stärken durch Betreuungsgeld und Ausbau der Kinderbetreuung - Kindergeld und Kinderfreibeträge erhöhen - Erziehungskompetenz der ...

Internationaler Tag der Familie am 15. Mai 2008

Familienministerin Stewens: Wahlfreiheit der Eltern stärken durch Betreuungsgeld und Ausbau der Kinderbetreuung - Kindergeld und Kinderfreibeträge erhöhen - Erziehungskompetenz der Eltern stärken

"Unsere Zukunft hängt entscheidend von der Zukunft unserer Familien ab, denn die Familien sind die Keimzellen unserer Gesellschaft. Ziel muss es sein, für Familien optimale Bedingungen zu schaffen, damit sie ihr jeweils gewähltes Familienmodell leben können. Konkret heißt das für mich: Finanzielle Unterstützung für Familien - auch durch das Betreuungsgeld und das Landeserziehungsgeld -, Schaffung eines bedarfsgerechten Angebots in der Kinderbetreuung und weiterer Ausbau der Eltern- und Familienbildung." Darauf wies Bayerns Familienministerin Christa Stewens heute anlässlich des Internationalen Tages der Familie am morgigen Donnerstag, 15. Mai, hin.

Stewens: "Wir müssen die Wahlfreiheit der Eltern stärken. Die Entscheidung darüber, ob sie ihre Kinder selbst betreuen oder Kindertageseinrichtungen in Anspruch nehmen, muss allein bei den Eltern bleiben. Denn Eltern brauchen keinen Staat, der ihnen ein bestimmtes Lebensmodell vorgibt. Neben dem Ausbau der Kinderbetreuung müssen wir deshalb auch die Erziehungsleistung von Eltern finanziell anerkennen. Es ist folglich klar der richtige Weg, dass die Bundesregierung das Betreuungsgeld in ihrem Entwurf eines Kinderförderungsgesetzes verankert hat. Hier zahlt sich die Hartnäckigkeit Bayerns für die Familien aus." Angesichts der allgemeinen Preissteigerungen sei zudem eine Erhöhung des Kindergeldes und der Kinderfreibeträge überfällig: "Wir wissen, dass gerade kinderreiche Familien überproportional von Einkommensarmut betroffen sind. Eine stärkere Staffelung des Kindergeldes nach der Kinderzahl sehe ich daher ebenso als wichtigen Schritt wie die Erhöhung des Kinderfreibetrags auf 8.000 Euro", erklärte Stewens.

Bayern engagiere sich bereits sehr intensiv, die Familien zu stärken und zu unterstützen. "Wir gewähren unseren Familien seit 1989 ein Landeserziehungsgeld. Gleichzeitig bauen wir die Kinderbetreuung mit hohem Tempo aus. Bis 2013 wird auch für die unter dreijährigen Kinder ein bedarfsgerechtes Angebot zur Verfügung stehen. Für Bayern bedeutet das die Schaffung von durchschnittlich 10.000 Plätzen im Jahr. Zu den großen Herausforderungen des Ausbauprogramms zählt, dass wir die Quantität nicht auf Kosten der Qualität steigern, sondern im gleichen Zeitraum auch die Rahmenbedingungen in den Einrichtungen verbessern", betonte die Ministerin.

Stewens: "Die frühzeitige Förderung von Kindern setzt vom ersten Tag an eine möglichst hohe Erziehungskompetenz der Eltern voraus. Dadurch wird auch den Gefahren von Missbrauch, Gewalt und Vernachlässigung der Kinder wirksam begegnet. Eltern- und Familienbildung muss dort stattfinden, wo junge Eltern für Erziehungsfragen besonders aufgeschlossen sind: in Geburtsvorbereitungskursen, in der Nachsorge oder in Kindertagesstätten. Mit dem Eltern-Kind-Bindungskurs 'Sichere Ausbildung für Eltern-SAFE' und dem Weiterbildungsprogramm 'MAJA' für Hebammen setzen wir genau hier an."

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