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Pressemitteilung
Wissenschaftsminister Heubisch reist in die USA / Bayerische und amerikanische Forschungseinrichtungen verstärken Zusammenarbeit
Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch besucht vom 7. bis 11. September 2010 gemeinsam mit einer Wissenschaftsdelegation die USA. Stationen sind Palm Beach (Florida), Oak Ridge (Tennessee) und Boston (Massachusetts). Heubisch betonte im Vorfeld der Reise: „Erfolge in der Spitzenforschung lassen sich heute nicht mehr durch ein isoliertes Vorgehen erzielen. Forschung und Entwicklung finden zunehmend in internationalen Netzwerken statt. Es gibt bereits einen intensiven Austausch zwischen bayerischen und amerikanischen Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen. Unser gemeinsames Potenzial ist hoch. Das wollen wir nutzen und gemeinsame Initiativen bestmöglich unterstützen.“
Auf einem Symposium des Max Planck Florida Institute wird es um die Entwicklung der Biotech- und Life-Sciences-Regionen Bayern und Florida gehen. Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft beraten über gemeinsame Chancen beider Regionen in diesen Schlüsseltechnologiefeldern. Heubisch: „Florida hat vor einigen Jahren unseren Biotech-Campus in Großhadern-Martinsried als Blaupause für die Entwicklung seines Biotech-Clusters verwendet. Die enge Partnerschaft, die damals entstanden ist, kann nun wiederum die Forschungsdynamik in Bayern erhöhen.“
In den Oak Ridge National Laboratories in Tennessee besichtigt die Delegation den derzeit leistungsfähigsten Rechner der Welt. Die Zusammenarbeit des Supercomputing-Zentrums mit dem Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München/Garching soll durch den Austausch von Nachwuchswissenschaftlern gestärkt werden. Die „International Graduate School of Science and Engineering“ der Technischen Universität München und die Graduate School der University of Tennessee werden hier künftig als Partner agieren. Zudem befindet sich in den Oak Ridge Laboratories die weltweit stärkste Spallationsquelle SNS. Zwischen Wissenschaftlern der SNS und der Forschungsneutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) der Technischen Universität München gibt es bereits enge Kontakte. Diese sollen intensiviert und weitere gemeinsame Projekte angestoßen werden.
In Boston wird der Wissenschaftsminister zusammen mit Vertretern der mit den Spitzenforschungsinstituten vor Ort kooperierenden bayerischen Universitäten an der GAIN-Jahrestagung teilnehmen. Bei der Jahrestagung kommen Vertreter deutscher Forschungsorganisationen zusammen, um bei deutschen Nachwuchswissenschaftlern, die in den USA arbeiten, für den Forschungsstandort Deutschland zu werben. „Die Wissenschaftler sollen wissen, dass sie in Bayern hoch willkommen sind und exzellente Forschungsbedingungen vorfinden“, so Heubisch. Darüber hinaus stehen in Boston auch das Entrepreneurship Center des Massachusetts Institute of Technology und die Harvard Medical School auf dem Programm.