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Pressemitteilung
Schneider wirbt bei politischen Gesprächen in Washington für Erhalt amerikanischer Truppenstandorte in Bayern:„Starke Präsenz der US-Streitkräfte im Freistaat Symbol für enge Beziehungen zwischen Bayern und USA"
"Zentrale Lage in Europa, hervorragende Trainings- und Ausbildungsmöglichkeiten, hohe Lebensqualität und besondere politische Unterstützung machen Bayern zum idealen Standort für US-Truppen“
Bayerns Staatskanzleichef Siegfried Schneider hat bei politischen Gesprächen im Pentagon in Washington für den Erhalt amerikanischer Truppenstandorte in Bayern geworben. Schneider: „Die starke Präsenz der US-Army in Bayern ist in den letzten Jahren zu einem wichtigen Symbol für die besonderen Beziehungen zwischen Bayern und den USA geworden. Amerikanische Soldatinnen und Soldaten, ihre Angehörigen und die vielen zivilen Mitarbeiter sind in Bayern herzlich willkommen. An allen US-Standorten im Freistaat sind unsere amerikanischen Mitbürgerinnen und Mitbürger als Bereicherung des wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Lebens unverzichtbar geworden. Mit Blick auf die anstehenden Entscheidungen über das künftige weltweite Stationierungskonzept der US-Armee wollen wir alles dafür tun, dass die Vorzüge Bayerns im fachlichen und politischen Entscheidungsprozess in den USA Gewicht erlangen.“ Die Gesprächspartner im amerikanischen Außenministerium, im nationalen Sicherheitsrat im Weißen Haus und im Pentagon haben mehrfach die Rolle der Stationierung von US-Truppen in Bayern als wichtiges Zeichen der traditionsreichen transatlantischen Verbundenheit betont. Sie sicherten zu, den Freistaat Bayern bei anstehenden Stationierungsentscheidungen frühzeitig vorab zu konsultieren. Die US- Administration steht der Stationierung von US- Streitkräften in Bayern jedenfalls grundsätzlich äußerst positiv gegenüber. Im Gespräch mit hochrangigen Regierungsvertretern machte Schneider deutlich, dass eine ganze Reihe von Faktoren Bayern zum idealen Standort für US-Truppen machen. Schneider: „Für Bayern spricht seine zentrale Lage in Europa mit der Nähe zu wichtigen Einsatzschwerpunkten der US-Armee. Bayern bietet eine hervorragend ausgebaute Infrastruktur, qualifizierte deutsche Arbeitnehmer, moderne Kasernenanlagen und ausgezeichnete Trainings- und Ausbildungsmöglichkeiten mit einer Vielzahl von Übungsmöglichkeiten in unmittelbarer Umgebung der Standorte. Ein weiterer Trumpf Bayerns ist die traditionelle besondere politische Unterstützung mit verlässlichen Rahmenbedingungen und einem hohen Grad an Sicherheit für Soldaten und deren Familienangehörige.“ Schneider setzte sich bei seinen Gesprächen konkret für den langfristigen Erhalt der Standorte Bamberg und Schweinfurt ein, über deren Zukunft voraussichtlich Ende des Jahres entschieden werden soll. Als positives Zeichen ist zu werten, dass sowohl der Oberkommandierende der US-Army in Europa, General Ham, als auch der Oberkommandierende der US-Streitkräfte in Europa, Admiral Stavridis, sich für den Erhalt der Standorte ausgesprochen haben.
Gegenwärtig sind in Bayern noch über 20.000 Soldaten stationiert. Hinzu kommen 34.000 Zivilisten, Angehörige und zivile Mitarbeiter. Die US-Armee unterhält neun Standorte im Freistaat und betreibt in Hohenfels das bedeutendste Ausbildungszentrum außerhalb der USA. Sämtliche Hubschraubereinheiten der US-Armee in Europa sind in Ansbach/Katterbach und Illesheim konzentriert. Mit rund 2.500 zivilen deutschen Mitarbeitern und einer Lohnsumme von 192 Millionen Euro (Stand 2008) gehört die US-Armee zu den 15 größten Arbeitgebern in Bayern. In den letzten fünf Jahren hat die USA 2,1 Milliarden Euro im Freistaat investiert und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung.