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Pressemitteilung
Energie ist wichtiger Schwerpunkt bayerischer Forschungspolitik / Ministerpräsident Seehofer: „Bayerischen Vorsprung bei Technologien der Zukunft ausbauen“ / 50 Jahre Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching
Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat beim 50-jährigen Jubiläum des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik in Garching bei München die Bedeutung der Energieforschung als wichtiger Schwerpunkt bayerischer Forschungspolitik unterstrichen und eine weitere Stärkung der bayerischen Energieforschungskompetenzen angekündigt. Seehofer: „Nachhaltige und sichere Energie für die Zukunft ist Schlüsselthema der nächsten Jahre. Die Bayerische Staatsregierung setzt alles daran, den bayerischen Wettbewerbsvorsprung in den Energietechnologien der Zukunft weiter auszubauen. Clean Technology ist ein Schwerpunkt unseres Programms Aufbruch Bayern. Der Wissenschafts- und Forschungsstandort Bayern bündelt sowohl bei der Grundlagenforschung als auch bei der angewandten Forschung herausragende Kompetenzen. Bayern wird alles daran setzen, in Deutschland bei den Aufwendungen für Forschung und Entwicklung weiter zu Spitze bleiben.“ Der Ministerpräsident wies darauf hin, dass die Staatsregierung mit dem Startschuss für den Aufbau des Energiecampus Nürnberg erst jüngst einen wichtigen energiepolitischen Impuls gesetzt hat. „Ziel unserer Politik ist es, die Energie von morgen untrennbar mit der Marke Bayern zu verknüpfen“, so Seehofer.
Ministerpräsident Seehofer würdigte das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik als „absolutes Spitzeninstitut, das in der Erforschung der Kernfusion national und international eine herausragende Stellung einnimmt.“ Seehofer: „Bayern ist stolz, das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik zu beherbergen. Kernfusion ist eine der großen Chancen im Energiemix der Zukunft. Die Grundlagenforschung in diesem Bereich braucht noch einen langen Atem. In Bayern gibt es hierfür die besten Voraussetzungen.“
Das im Jahr 1960 gegründete Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) ist eines der größten Zentren für Kernfusionsforschung in Europa. Forschungsziel ist die Entwicklung eines Kraftwerks, das – ähnlich wie die Sonne – Energie aus der Verschmelzung von Atomkernen gewinnt. Die Entwicklung des derzeit in Frankreich entstehenden internationalen Fusionsreaktors ITER beruht maßgeblich auf Forschungsergebnissen aus Garching. Nach derzeitigem Planungsstand soll ITER im Jahr 2018 in Betrieb gehen. Schreitet die Forschung planmäßig voran, könnte Fusionsenergie etwa ab Mitte des Jahrhunderts wirtschaftlich nutzbar werden.