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Pressemitteilung
Zeil: „Technologiepolitik ist die beste Umweltpolitik“
MÜNCHEN Das Bayerische Wirtschaftsministerium hat die wirtschaftlichen Potentiale der Umweltwirtschaft vom Münchner ifo Institut untersuchen lassen. Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil erklärt zu den Ergebnissen der neuen Studie: „Der verantwortungsvolle Einsatz moderner Technologien und Dienstleistungen spielt eine Schlüsselrolle im Zusammenspiel zwischen Wirtschaft und Umwelt. Die Studienergebnisse zeigen, dass moderne Technologiepolitik die beste Umweltpolitik ist. Denn leistungsfähige und kompakte Geräte, Maschinen und Anlagen sind nicht nur wirtschaftlicher sondern erzeugen auch weniger Abfall und Emissionen.“ Hochtechnologie sei langfristig auf Rohstoffe angewiesen, die nicht vermehrbar sind. Zeil: „Dabei geht es nicht nur um Energiequellen sondern auch um Rohstoffe wie Platin, Chrom, Indium oder seltene Erden. Ein sorgsamer Umgang mit den vorhandenen Ressourcen ist heute wichtiger denn je. Den Nutzen für die Anwender und die Verantwortung gegenüber der Umwelt zusammenzuführen, ist der Erfolgsschlüssel der Umweltwirtschaft.“
Der Präsident des ifo Instituts Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Werner Sinn hebt die besondere Bedeutung der Umweltbranche für die bayerischen Regionen heraus: „Die bayerische Umweltwirtschaft weist eine deutliche regionale Verankerung aus und konzentriert sich nicht nur auf die Ballungsräume München, Nürnberg und Augsburg. Damit bietet sie auch dem ländlichen Raum wichtige wirtschaftliche Impulse. Die exportstärksten Regierungsbezirke im Bereich der Umweltschutzgüter sind Mittelfranken und die Oberpfalz, Schwaben und Oberbayern sind dagegen führend in der Forschung und Entwicklung in der Umwelttechnik. Hier bietet Bayern mit seinen Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und außeruniversitären Forschungseinrichtungen hervorragende Voraussetzungen.“
Die Studie ‚Umweltwirtschaft in Bayern’ analysiert Struktur und Potentiale der bayerischen Umweltwirtschaft und -forschung. Sie zeigt, dass die weltweit steigende Bedeutung des Umweltschutzes für die mittelständische bayerische Wirtschaft vielversprechende Chancen birgt. „Um diese zu nutzen, müssen die bayerischen Unternehmen ihre Kräfte bündeln und gemeinsam am Markt agieren. Die Ausgangslage ist gut. Mit einer Exportquote von rund 40 Prozent, einer hohen Patentspezialisierung und einer FuE-Quote von 3,1 Prozent liegt die bayerische Umweltindustrie gut im Rennen“, erklärt Zeil abschließend.
Die Studie steht im Internet unter www.stmwivt.bayern.de/publikationen zum Download zur Verfügung.
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Pressemitteilung-Nr. 360/10
