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Politikthemen
Land für Innovationen
Hightech-Land Nr. 1
Neue Technologien bilden die Basis für neue Produkte, was letztendlich bedeutet: neue Chancen. Bayern ist das Hightech-Land Nr. 1 in Europa. Mehr als zwölf Prozent aller Beschäftigten im Freistaat sind im Bereich der Hochtechnologie tätig. Damit ist Bayern ist europäische Spitze. Namen wie Siemens, EADS oder MTU stehen für modernste technische Entwicklungen. Internationale Firmen wie beispielsweise aus der Elektronik- und der Pharmabranche lassen sich in Bayern nieder. Sie schätzen besonders die hohen Qualitätsstandards und die neuesten Technologien und nutzen diese für ihre Produktion.
Und Bayern besitzt auch die Voraussetzungen für moderne und junge Hightech-Unternehmen:
• hochqualifizierte Fachkräfte
• eine leistungsstarke Infrastruktur
• moderne Forschungseinrichtungen und Hochschulen
• technologiefreundliche Rahmenbedingungen
Die bayerische Forschungs- und Technologiepolitik setzt seit Langem gezielt auf sogenannte Schlüsseltechnologien. Gerade sie weisen durch ihren hohen Grad an Innovation ein großes Wachstumspotenzial auf. Zu den Schlüsseltechnologien zählen:
• Luft- und Raumfahrttechnik
• Informations- und Kommunikationstechnologie
• Life Science
• Medizintechnik
• Materialforschung
• Umwelttechnologie
• Mechatronik
• Nanotechnologie
Gestalten statt besitzen
So lautet der Kern der bayerischen Privatisierungspolitik. Damit soll sich der Staat aus den Unternehmensbeteiligungen zurückziehen. Die bayerische Staatsregierung kann die daraus erbrachten Privatisierungserlöse in wichtige Zukunftsfelder investieren. Bereits seit dem Jahr 1993 setzt der Freistaat fast 5 Milliarden Euro aus Privatisierungserlösen gezielt für Spitzentechnologien, Bildung und Forschung, Infrastruktur sowie für gesellschaftlich bedeutsame soziale und kulturelle Projekte ein. Vor allem die Programme "Offensive Zukunft Bayern" und "Hightech-Offensive" haben die Innovationskraft, die Entwicklungsdynamik und die Lebensqualität in Bayern nachhaltig gestärkt.
Offensive Zukunft Bayern in Milliarden Euro
| Aus Privatisierungserlösen gesamt | 2,8877 |
| Bildung, Forschung, Hochtechnologie | 1,3805 |
| Unternehmensgründung und Infrastruktur | 0,4356 |
| Arbeitsmarkt und Soziales | 0,3707 |
| Umwelt und neue Energien | 0,3558 |
| Kultur | 0,3451 |
Hightech-Offensive in Milliarden Euro (2000 bis 2005)
| Aus Privatisierungserlösen gesamt | 1,35 |
| Hightech-Zentren | 0,659 |
| Regionale Technologiekonzepte | 0,179 |
| Infrastruktur | 0,2674 |
| Internationale Vernetzung | 0,065 |
| Lokale Standortförderung | 0,1754 |
Galileo und Columbus
Der Standort Oberpfaffenhofen spielt im Bereich der Raumfahrt eine wichtige Rolle. Seit mehr als 35 Jahren lenkt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) vom "bayerischen Houston" aus bemannte und unbemannte Weltraummissionen. Das hochmoderne Columbus-Kontrollzentrum arbeitet mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA zusammen und hält den Kontakt zum europäischen Weltraumlabor in der Internationalen Raumstation ISS.
Mit dem Bau des Galileo-Kontrollzentrums in Oberpfaffenhofen entsteht derzeit eines der beiden Kontrollzentren für das neue europäische Satellitensystem "Galileo". Nach der Vollendung werden dann die Satelliten von Oberpfaffenhofen aus gesteuert und auch überwacht. Außerdem wird das Bodensegment weltweit mit den dazugehörigen Kommunikationsnetzen koordiniert und Navigationsdaten verarbeitet. Dies soll frühestens ab 2010, spätestens jedoch bis 2013 mittels der 30 Galileo-Satelliten rund um den Globus möglich sein.
Vom Bau des Galileo-Kontrollzentrums profitiert jedoch nicht nur die Forschung, sondern auch der regionale und überregionale Arbeitsmarkt. Hier werden rund 100 Arbeitsplätze für Ingenieure und Wissenschaftler im Kontrollzentrum selbst und zusätzliche Arbeitsplätze im benachbarten Galileo-Anwendungszentrum entstehen.
Innovationspreis
für hervorragende innovative Leistungen von Wissenschaft oder Unternehmen