Inhalt
Dialog unter der Kuppel
Den Umstieg gestalten - sicher, verlässlich und wettbewerbsfähig.
Podium am 14.09.2011
Der Aufbruch zu einer zukunftsfähigen Energieversorgung ist eine Herkulesaufgabe mit großen Chancen für unser Land. Wie können wir den prognostizierten Investitionsschub offensiv nutzen? Wie können wir die Energieversorgung verlässlich, sicher und wettbewerbsfähig halten? Wie schaffen wir den Bewusstseinswandel zu mehr Energiesparen und für eine nachhaltige Lebenskultur? Diesen Fragen stellte sich der vierte „Dialog unter der Kuppel“.
Neben dem Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer wareb die Gesprächspartner:
Joschka Fischer
Der ehemalige Vizekanzler und Außenminister der Bundesrepublik Deutschland (1998 - 2005) führte die Grünen sowohl in die erste Regierungsbeteiligung auf Landesebene (Hessen) als auch auf Bundesebene. Joschka Fischer hatte von 2006 bis 2007 eine Gastprofessur an der Woodrow Wilson School der Princeton University (USA) inne. Er ist Vorstandsmitglied der International Crisis Group und Mitglied des Führungsgremiums des European Council on Foreign Relations.
Dr. Johannes Teyssen
(Dr. Teyssen ist seit 01.05.2010 Vorsitzender des Vorstands der E.ON AG Düsseldorf.)
Kernthesen:
E.ON gehört heute weltweit zur Spitzengruppe der Betreiber von Anlagen für erneuerbare Energien. Wir sind beispielsweise die Nummer sechs der Welt bei Windkraft. Offshore liegen wir sogar noch weiter vorn: Im vergangenen Jahr hat E.ON weltweit jedes zweite Windrad auf hoher See gebaut. Natürlich haben wir nicht alles richtig gemacht. Aber den Trend zu erneuerbaren Energien haben wir schon weit vor Fukushima erkannt und mit Milliarden-Investitionen selbst vorangetrieben. Wir werden in fünf Jahren wesentlich dezentraler sein als heute und Strom auch in vielen kleinen Kraftwerken aus regenerativen, aber auch noch aus fossilen Quellen erzeugen.
Prof. Dr. Claudia Kemfert
leitet seit April 2004 die Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung DIW Berlin.
Kernthesen:
Die Energiewende birgt enorme wirtschaftliche Chancen. Es werden Milliardenbeträge investiert, die Wertschöpfung und Arbeitsplätze bringen werden.
Im Rahmen der Energiewende muss die Infrastruktur , Stromspeicher und Gaskraftwerke ausgebaut werden. Dazu bedarf es veränderter regulatorischer Rahmenbedingungen.
Wir benötigen dringend ein Energieministerium, welches die zentralen Aufgaben der Energiewende umsetzt. Es kann nicht sein, dass in 9 Ministerien völlig andere Ziele verfolgt werden und die Energiewende am Ende auf der Strecke bleibt.
Sigmund Gottlieb
Moderator

